Politik

Zwischenfall in China Pekinger Polizei torpediert Seehofer-Interview

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Seehofer bei seinem Besuch auf dem Platz des Himmlischen Friedens.

(Foto: dpa)

Beim Auftakt seiner China-Reise macht die Pekinger Polizei den bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer auf dem Platz des Himmlischen Friedens mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut: Sie verhindert Dreharbeiten mit dem Politiker und lässt den Platz räumen.

Der Chinabesuch von Ministerpräsident Horst Seehofer hat in Peking mit einem kleinen Zwischenfall begonnen. Bei einem Kamera- und Fototermin vor dem "Tor des Himmlischen Friedens" schritt die Polizei ein. Sie verhinderte ein Interview des CSU-Politikers mit Kamerateams des Bayerischen Fernsehens und der Staatskanzlei.

Der Grund: Die Kameraleute hatten keine Genehmigung für Tonaufnahmen, wie ein Polizist sagte. Ein weiterer Polizist erklärte, die maximal erlaubten zwei Minuten Drehzeit seien überschritten. Als sich schaulustige Chinesen versammelten, räumten die Sicherheitskräfte in Windeseile den Platz.

Der Platz des Himmlischen Friedens gilt als einer der am strengsten bewachten Plätze der Welt. Im Oktober 2013 hatten uigurische Separatisten dort einen Anschlag verübt und fünf Menschen getötet. Außerdem fürchtet die Regierung, dass Menschen auf dem Platz an das Massaker vor rund 25 Jahren, am 4. Juni 1989, erinnern könnten.

Die Polizisten nahmen auch einem unbeteiligten Chinesen das Handy weg, weil er die Szene aufgenommen hatte. Das Fernsehinterview mit Seehofer fand dann an anderer Stelle statt - außer Sichtweite der Bevölkerung im Innenhof des nahe gelegenen Kulturpalasts des arbeitenden Volks.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa

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