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Nach US-Abzug aus Syrien Pentagon warnt vor Wiedererstarken des IS

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Der IS gilt laut US-Präsident Donald Trump in Syrien als besiegt. Doch das Pentagon warnt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor einem Jahr verkündet US-Präsident Donald Trump den Sieg über die Dschihadistenmiliz IS in Syrien. Zu früh? Kritik aus dem Verteidigungsministerium wird ignoriert. Jetzt warnt das Pentagon vor der stärker werdenden Miliz und sieht auch Trumps Politik als Grund dafür.

Experten des US-Verteidigungsministeriums haben vor einem Wiedererstarken der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak gewarnt. In Syrien nutze die Miliz nach dem Abzug von US-Soldaten die Schwäche einheimischer Sicherheitskräfte aus, heißt es in einem vorgelegten Bericht des Pentagon-Generalinspektors. Der US-Abzug sei erfolgt, obwohl die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte deutlich gemacht hätten, dass sie mehr Training und Ausrüstung für Anti-Terror-Maßnahmen benötigten.

US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr einen Sieg über den IS in Syrien verkündet und einen Abzug der US-Streitkräfte aus dem Bürgerkriegsland angeordnet. Der Schritt wurde international, aber auch in den USA, als verfrüht kritisiert. Der damalige US-Verteidigungsminister Jim Mattis trat aus Protest gegen die Entscheidung des Präsidenten zurück.

In dem nun vorgelegten Bericht des Pentagon-Generalinspektors heißt es, zwar habe der IS sein "Kalifat" in Syrien und im Irak verloren. In den vergangenen Monaten habe die Miliz aber ihre Fähigkeiten für aufständische Aktionen im Irak gefestigt. In Syrien sei der IS wieder erstarkt.

Die US-Experten warnen, die Sicherheitskräfte beider Länder seien nach wie vor nicht in der Lage, längerfristige Operationen zu führen, mehrere Einsätze gleichzeitig zu führen, oder von der IS-Miliz befreite Gebiete zu sichern. Ziel der Dschihadisten sei es, in früher von ihnen gehaltenen Gebieten Unruhe zu stiften und die Behörden daran zu hindern, die Gebiete effektiv zu kontrollieren. Der Bericht geht davon aus, dass die IS-Miliz 14.000 bis 18.000 Angehörige hat. Darunter sind demnach bis zu 3000 Ausländer.

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Quelle: n-tv.de, pvt/AFP

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