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DNA-Analyse bei Straftaten Petry will künftig nach Ethnie fahnden

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(Foto: dpa)

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin fordert AfD-Chefin Petry eine Ausweitung der DNA-Analyse auf die Ethnie eines Straftäters: Dann könnte zum Beispiel auch nach Hautfarbe gefahndet werden. Den Vorwurf des Rassismus weist sie zurück.

AfD-Chefin Frauke Petry hat nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefordert, die Herkunft von Straftätern künftig per DNA-Analyse zu ermitteln. Dies ist rechtlich bislang nicht möglich. In Zürich sei diese Methode bereits nach einem Anschlag auf eine Moschee genutzt worden, um gezielter nach dem Täter suchen zu können, sagte Petry - und behauptete zugleich, dass auch im Falle der ermordeten Freiburger Studentin Maria L. eine entsprechende DNA-Analyse den Täterkreis hätte einschränken können.

Der Vorwurf, es sei rassistisch, mit dieser Methode die Ethnie des Täters zur Fahndungssache zu machen, sei falsch, so Petry. Denn durch die Bekanntgabe der ethnischen Identität eines Täters könnten alle, auf die dieses Merkmal nicht zutrifft, vom Verdacht ausgeschlossen werden. Sie fügte hinzu: "Der genetische Fingerabdruck wirkt antirassistisch, weil er unschuldig Verdächtigte auf wissenschaftliche Weise entlastet."

Bisher dürfen zur Aufklärung eines Verbrechens durch die Analyse von DNA-Spuren nur das Geschlecht und die Identität bestimmt werden. Dabei wird die am Tatort gefundene Erbsubstanz mit der eines Verdächtigen verglichen. Die Erhebung weiterer Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe ist verboten. Die Konferenz der Justizminister von Bund und Ländern will im Frühjahr über eine mögliche Ausweitung beraten.

Petry hatte die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung für die Tat am Montagabend mitverantwortlich gemacht. "Das Milieu, in dem solche Taten gedeihen können, ist in den vergangenen anderthalb Jahren fahrlässig und systematisch importiert worden", hatte die Politikerin erklärt. "Deutschland ist nicht mehr sicher." Petry forderte zudem, "dass unsere so unverantwortlich offen gehaltenen Grenzen endlich wieder kontrolliert werden". Schon im vorigen Jahr wurden Grenzkontrollen wieder eingeführt.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/rts

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