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Kämpfe in Marawi bald beendet? Philippinische Armee tötet IS-Anführer

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Auf Isnilon Hapilon war ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

(Foto: dpa)

Die Dschihadistenmiliz Abu Sayyaf terrorisiert seit Monaten die Stadt Marawi. Jetzt tötet die philippinische Armee den mutmaßlichen Anführer des IS-Ablegers. Im Süden des Landes könnte dadurch bald Frieden einkehren - das sagt zumindest der Verteidigungsminister.

Die philippinische Armee hat nach Regierungsangaben den bekannten Islamistenführer Isnilon Hapilon getötet. Der Anführer des philippinischen Ablegers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sei bei den Gefechten um die Stadt Marawi im Süden des Landes getötet worden, sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana. Hapilon steht auf der US-Liste der meistgesuchten Terroristen der Welt. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Islamisten hatten sich im Mai in Marawi auf der südphilippinischen Insel Mindanao festgesetzt, um dort nach dem Vorbild de IS ein Kalifat auszurufen. Bei dem seit Monaten andauernden Kampf gegen die Islamisten in Marawi sind nach Militärangaben bereits mehr als tausend Menschen getötet worden. Hapilon, ein Kommandeur der Islamistengruppe Abu Sayyaf, hatte dem IS in einem 2014 veröffentlichten Video die Treue geschworen.

Bei den Kämpfen in Marawi seien 17 Geiseln befreit und ein weiterer IS-Anführer getötet worden. Verteidigungsminister Lorenzana geht nach dem Tod der IS-Anführer davon aus, den Konflikt in der südphilippinischen Stadt Marawi bald beenden zu können: "Wir können vielleicht schon in einigen Tagen das Ende der Kämpfe bestätigen."

Die Terrormiliz liefert sich seit Monaten Kämpfe gegen Regierungstruppen. Seitdem sind mehr als 1000 Menschen getötet worden, mehr als eine halbe Million der Einwohner mussten ihr Zuhause verlassen.

Quelle: n-tv.de, bvo/dpa/AFP

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