Politik

Nach einer Woche in Nordkorea Pjöngjang gibt russisches Fischerboot frei

Eine diplomatische Krise zwischen Moskau und Pjöngjang geht zu Ende: Die 17 Seeleute aus Südkorea und Russland, die seit über einer Woche in Nordkorea festgehalten wurden, sind wieder frei. Das Fischerboot legt im südkoreanischen Sokcho an.

Nordkorea hat ein wegen angeblicher Grenzverletzung vor über einer Woche festgesetztes russisches Fischerboot mit 17 Fischern aus Russland und Südkorea wieder freigegeben. Die russische Botschaft in Pjöngjang teilte via Facebook mit, das Schiff habe am Samstagabend den Hafen der nordkoreanischen Stadt Wonsan verlassen und sei in den südkoreanischen Hafen Sokcho gefahren. Dort sollten die beiden südkoreanischen Besatzungsmitglieder von Bord gehen.

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Nordkorea und Russland haben regelmäßige Beziehungen zueinander.

(Foto: REUTERS)

Nordkorea hatte die Mannschaft wegen Verstoßes gegen die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen festgehalten, nachdem das Boot in nordkoreanisches Gewässer eingedrungen war. Südkoreanern ist es nicht erlaubt, ohne Erlaubnis des Staats nach Nordkorea zu reisen.

Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums hatte das Fischerboot, das unter russischer Flagge unterwegs war, einen Motorschaden. Das Schiff wurde laut russischer Botschaft vom südkoreanischen Hafen in Sokcho an der Ostküste aus zum Krabbenfang eingesetzt.

Wie die russische Agentur Ria meldet, hatte Russland Nordkorea gedroht, die Gespräche über Fangquoten vor der Ostküste des Landes auf Eis zu legen, sollte die Mannschaft nicht unversehrt freikommen. Die beiden Nachbarländer Russland und Nordkorea pflegen eigentlich relativ gute Beziehungen, sie unterhalten regelmäßigen Handel. Ende April hatte sich überdies der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un im russischen Wladiwostok mit Kremlchef Wladimir Putin getroffen.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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