Politik

Protest hinter TV-Studio Plakat stiehlt Gauland die Show

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SPD-Politiker Dietmar Woidke begrüßte den Protest der beiden Plakathalter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Berichterstattung über die Landtagswahl in Brandenburg wählt das ZDF ein Studio mit Glasfassade. Während sich im Inneren mehrere Politiker den Fragen der Journalisten stellen, sammeln sich außerhalb Demonstranten. Eine Botschaft rückt dabei besonders in den Vordergrund.

Die Alternative für Deutschland kann sich bei der Landtagswahl in Brandenburg über ein Ergebnis jenseits der 20 Prozent freuen. Der Gang ins Wahlstudio des ZDF am Potsdamer Landtag dürfte daher sowohl AfD-Chef Alexander Gauland als auch dem Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz leicht gefallen sein.

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Doch während die beiden Rechtspopulisten im Studio live Frage und Antwort standen, erzeugte ein Gegenstand im Hintergrund größere Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken: ein Protestplakat, das rassistisches Gedankengut anprangert. Das selbstgemalte Pappschild mit der Aufschrift "Rassisten sind keine Alternative" war dank der Glaswand des Studios in mehreren Einstellungen gut zu sehen.

Ein Mann hatte eine Frau geschultert, die die eindeutig an die Adresse der AfD gerichtete Botschaft in die Höhe reckte. Um die beiden herum hatten sich auch andere Demonstranten gesammelt. Als Kalbitz an anderer Stelle als Gauland im Studio stand, wechselten die beiden ihren Standort, sodass auch bei den Einstellungen auf den Brandenburger Spitzenkandidaten der Protest zu sehen war.

Auf Twitter rief das Plakat ein geteiltes Echo hervor. AfD-nahe Nutzer und Persönlichkeiten wie die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach übten Kritik am öffentlich-rechtlichen Sender: "Einfach unglaublich was das ZDF abliefert." Andere nahmen die Aktion mit Humor. Die thüringische Grünen-Landtagsabgeordnete Astrid Rothe-Beinlich twitterte: "Held*in des Tages der oder die mit Schild hinter #Gauland".

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Quelle: n-tv.de, fzö

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