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Nachbarland ist Hochrisikogebiet Polens Grenze soll für Pendler offen bleiben

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Ab Sonntag gilt Polen als Hochrisikogebiet.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Schon seit Wochen steigen die Infektionszahlen in Polen, nun stuft auch die Bundesregierung das Nachbarland als Hochrisikogebiet ein. Für Einreisende gibt es damit strengere Regeln, für Pendler kündigt Brandenburgs Ministerpräsident Woidke Ausnahmen an.

Wegen der hohen Corona-Fallzahlen in Polen gelten ab Sonntag strengere Regeln für die Einreise nach Deutschland. Reisende aus Polen müssen an der Grenze einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, wie der Koordinator der Bundesregierung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, ankündigte. Ausnahmeregeln sollen allerdings für Berufspendler und Menschen gelten, die in Deutschland Bildungsangebote wahrnehmen.

Sie müssen sich künftig zweimal wöchentlich testen lassen, wie Woidke mitteilte. Die brandenburgische Landesregierung werde dafür vorerst drei Teststationen in Grenznähe unterstützen - in Frankfurt (Oder), an der Bundesautobahn 12 und in Guben (Spree-Neiße). Berufspendler müssen an der Grenze eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers mit sich führen.

Nächster Lockdown im Nachbarland

"Unser Ziel ist es, die Lebensadern der Grenzregion aufrechtzuerhalten", erklärte Woidke. "Einschränkungen an der Grenze gelten nur auf Zeit und müssen maßvoll sein." Er wünsche "unseren polnischen Nachbarn, dass sich die Situation bald wieder entspannt".

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Seit Wochen steigen in Polen die Infektionszahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt anhaltend deutlich über einem Wert von 200 und derzeit sogar bei über 300. Am heutigen Samstag tritt ein neuer Lockdown in Kraft: Die meisten Läden sowie Schulen, Kinos, Sportstätten und Hotels müssen für mindestens drei Wochen dicht machen. Die Regierung in Warschau rief Beschäftigte auf, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.

Polen ist aber nicht das einzige neue Land auf der Liste der Hochinzidenzgebiete des Robert-Koch-Instituts. Auch Bulgarien, Zypern, Kuwait, Paraguay und Uruguay zählen ab Sonntag dazu. Für die bisherigen Virusvariantengebiete Großbritannien und Irland werden dagegen die Reisebeschränkungen deutlich gelockert. Für Einreisen aus allen Corona-Risikogebieten gelten rechtliche Vorgaben für Kontrollen, Test- und Quarantänepflichten. Bei Hochinzidenzgebieten und bei den Gebieten, in denen Varianten des Coronavirus häufig vorkommen, sind diese Vorgaben besonders streng.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/dpa

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