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Verbaler Angriff auf Demokratin Polizist wünscht Ocasio-Cortez den Tod

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Ocasio-Cortez muss sich nicht nur von US-Präsident Trump verbale Attacken gefallen lassen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

"Der Präsident sät Gewalt." Zu diesem Fazit kommt die Demokratin Ocasio-Cortez. Die Kongressabgeordnete wurde in den vergangenen Tagen wiederholt von US-Präsident Trump verbal attackiert. Nun folgt ein Polizist dessen Beispiel.

Nach den Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen vier demokratische Politikerinnen hat ein Polizist auf Facebook nahegelegt, eine der Abgeordneten zu erschießen. Der Polizist aus Gretna im Bundesstaat Louisiana schrieb Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche auf Facebook mit Blick auf die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, die "niederträchtige Idiotin" brauche eine Kugel.

Der Polizeichef von Gretna ordnete daraufhin Ermittlungen gegen den Beamten an. Er nehme den Vorfall nicht auf die leichte Schulter, versicherte Arthur Lawson. Der Polizist wurde zu Wochenbeginn zusammen mit einem Kollegen, der den Post geliked hatte, gefeuert, wie die "Washington Post" schreibt.

Ocasio-Cortez reagierte auf Twitter: "Der Präsident sät Gewalt." Trump kreiere eine Umgebung, in der Menschen verletzt werden könnten. Trump sorgt mit fremdenfeindlichen Attacken schon seit Tagen für Empörung und legt immer weiter nach. So forderte er die demokratischen Politikerinnen auf Twitter unter anderem zur Rückkehr in ihre vermeintlichen Heimatländer auf, um die dortigen Probleme zu lösen.

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In der Nachricht nannte der US-Präsident keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf eine Gruppe von vier aufstrebenden demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus an: Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Rashida Tlaib und Ayanna Pressley. Drei von ihnen sind in den USA geboren. Omar kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert. Alle vier sind US-Staatsbürgerinnen.

Am Montag bezeichnete Trump die Politikerinnen auf Twitter als "sehr rassistisch" und "nicht sehr klug". Am Sonntag schrieb er: "Ich glaube nicht, dass diese vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben." Kritiker werfen dem US-Präsidenten vor, mit seinen Äußerungen rassistische Ressentiments zu schüren - und womöglich gar zur Gewalt anzustiften.

"Ich stimme da nicht mit überein"

Am vergangenen Mittwochabend hatte die verbale Auseinandersetzung einen negativen Höhepunkt erreicht, als Trump eine Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat North Carolina für neue Beleidigungen und Attacken gegen Omar und ihre drei Parteikolleginnen nutzte - und seine Anhänger damit zu Hasstiraden ermutigte. Die Menge quittierte Trumps Worte bei der Rede in Greenville mit der Parole "Schickt sie zurück!" und schloss sich damit der Position des Präsidenten an.

Später versuchte der US-Präsident, sich von den - von ihm selbst angestachelten - Tiraden zu distanzieren. "Ich war nicht glücklich darüber", sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus mit Blick auf die Veranstaltung am Vorabend. "Ich fühlte mich ein bisschen schlecht deswegen", erklärte er und behauptete: "Ich stimme da übrigens nicht mit überein."

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Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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