Politik

Angriffe vor iranischer Küste Pompeo garantiert sicheren Schiffsverkehr

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Deutschland und die EU halten sich bisher mit Vorwürfen zurück.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die USA sind überzeugt: Hinter den Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman steckt der Iran. Beweise dafür präsentiert die US-Regierung nicht, dafür verspricht Außenminister Pompeo freie Fahrt.

US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran erneut für die Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman verantwortlich gemacht. Gleichzeitig garantierte der frühere CIA-Chef der Schifffahrt in einem Interview mit dem Sender Fox News freien Verkehr in der Straße von Hormus. Wie die USA dies in der wichtigen Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, gewährleisten wollen, sagte Pompeo nicht.

Laut Pompeo belegen zahlreiche Geheimdienstinformationen, dass es sich bei den Vorfällen um Angriffe durch den Iran handelt. Belege legte der US-Außenminister aber nicht vor. Er sagte lediglich, es sei "unverkennbar, was hier passiert ist". Am Donnerstagmorgen waren zwei Tanker im Golf von Oman durch Explosionen beschädigt worden. Die "Front Altair" einer norwegischen Reederei geriet außerdem in Brand.

Bislang haben sich nur Großbritannien und Saudi-Arabien in der Schuldfrage öffentlich an die Seite der Amerikaner gestellt. Andere Staaten und internationale Organisationen, darunter auch Deutschland und die EU, halten sich dagegen mit Schuldzuweisungen ausdrücklich zurück und fordern eine genaue Untersuchung der Vorfälle.  

Der Iran weist die Anschuldigungen deutlich zurück und spricht von grundlosen Unterstellungen. Teheran deutet dagegen an, die USA und ihre Alliierten könnten selbst für die Angriffe verantwortlich sein, um sie dem Iran in die Schuhe schieben und einen militärischen Konflikt provozieren zu können.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa

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