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"Alles hat seine Grenzen" Putin droht den USA mit Reaktion

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In Washington habe es Kräfte gegeben, die ihr Bestes gegeben hätten, damit eine Einigung nicht zustande kommt, so Putin.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Die Worte des russischen Staatspräsidenten gegenüber den USA werden schärfer. Putin wirft Washington vor, seine Friedensbemühungen in Syrien zu bekämpfen. Indirekt droht er mit Eskalation.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den USA vorgeworfen, seine Bemühungen um eine gemeinsame Strategie zur Beendigung des Blutvergießens in Syrien zu hintertreiben. Zugleich drohte er indirekt mit einer weiteren militärischen Eskalation. Sein Land zeige anders als die USA bislang Zurückhaltung. "Aber alles hat seine Grenzen. Wir könnten reagieren", sagte Putin, ohne seine Andeutung weiter auszuführen.

Mit Blick auf die gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und Russland über eine Waffenruhe für Syrien sagte Putin: "Eine vereinigte Front zur Zerschlagung des Terrorismus ist nicht zustande gekommen." In Washington habe es Kräfte gegeben, die ihr Bestes gegeben hätten, damit die Vereinbarungen nicht verwirklicht würden, fügte Putin hinzu.

Putin verteidigte das vom Westen scharf kritisierte russische Vorgehen an der Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Russland habe keine andere Option, als das "Nest von Terroristen" in Aleppo zu beseitigen, obwohl es dort auch Zivilisten gebe. Nicht nur dort gebe es aber zivile Opfer. Man müsse um die Opfer solcher Konflikte überall trauern, sagte er mit Hinweis auf getötete Zivilisten beim Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im irakischen Mossul. "Die Glocken sollten für alle unschuldigen Opfer läuten, nicht nur für die in Aleppo."

Video soll Russischen Jet zeigen

Mit Blick auf andere Krisen in der Region kündigte der russische Staatschef militärische Zurückhaltung an. Gefragt, ob Russland ähnlich wie in Syrien auch in Libyen oder dem Irak eingreifen wolle, sagte er: "Nein, wir planen dies nirgendwo."

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Derweil hat Moskau die Verantwortung für einen Luftangriff auf eine Schule in Syrien mit zahlreichen getöteten Kindern zurückgewiesen. Die russische Luftwaffe sei an dem Angriff in Haas in der Provinz Idlib nicht beteiligt gewesen, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa.

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte hingegen, entweder die russische oder die syrische Luftwaffe seien verantwortlich. "Es ist eben eine weitere Demonstration des Horrors in diesem Krieg, der ein Krieg gegen das syrische Volk ist, was wir nicht akzeptieren können."

Oppositionelle wollen über der Stadt jedoch mindestens einen Kampfjet aus russischer Produktion gefilmt haben, der eine sogenannte Fallschirmbombe abwirft, wie der "Spiegel" berichtet. Dabei scheint es sich um ein Flugzeug vom Typ Suchoi SU-24 zu handeln. Dieses Kampfflugzeug wird nur von der russischen und der syrischen Luftwaffe eingesetzt.

Das syrische Staatsfernsehen berichtet derweil über einen erfolgreichen Angriff auf Terroristen in Haas. Ob das syrische oder das russische Militär für diesen "Erfolg" verantwortlich sind, lässt der Bericht offen.

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Quelle: n-tv.de, bdk/rts

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