Politik

Wiederaufbau im GazastreifenPutin laut Kreml zur Teilnahme an Trumps "Friedensrat" eingeladen

19.01.2026, 11:55 Uhr
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Trump pflegt ein anderes Verhältnis zu Putin als frühere US-Präsidenten. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Ein sogenannter Friedensrat soll die palästinensische Übergangsverwaltung im Gazastreifen überwachen. Der US-Präsident entscheidet darüber, wer Mitglied werden kann. Offenbar hält Trump seinen russischen Amtskollegen für einen geeigneten Kandidaten.

Wladimir Putin ist nach Angaben des Kreml eingeladen worden, Teil des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen "Friedensrates" für den Gazastreifen zu werden. Russland prüfe derzeit die Einzelheiten des US-Angebots, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

Das Gremium soll nach dem Krieg die Verwaltung und den Wiederaufbau in dem Palästinensergebiet überwachen. Einladungen erhielten auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und Argentiniens Präsident Javier Milei.

Auch Großbritannien ist bereit, eine Rolle in der zweiten Phase des Waffenstillstands in Gaza zu spielen, wie Premierminister Keir Starmer auf einer Pressekonferenz sagte.

Reaktion der Bundesregierung steht aus

Sein Land sei mit seinen Verbündeten über die Bedingungen im Gespräch, erklärte Starmer. Trump hat insgesamt rund 60 Staats- und Regierungschefs zur Teilnahme eingeladen, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz. Zahlreiche Regierungen bestätigten am Wochenende den Erhalt des Briefes, der auch die Zahlung von einer Milliarde Dollar für eine mehr als dreijährige Mitgliedschaft vorsieht. Die Bundesregierung reagierte zunächst öffentlich nicht darauf.

Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses aus der vergangenen Woche sollen dem "Board of Peace" unter anderem US-Außenminister Marco Rubio, der frühere britische Premierminister Tony Blair und der Schwiegersohn von Trump, Jared Kushner, angehören. Weitere Mitglieder sollen Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, der Milliardär und CEO des US-Vermögensverwalters Apollo Global Management, Marc Rowan, Weltbank-Präsident Ajay Banga und Trump-Berater Robert Gabriel werden. Das Weiße Haus teilte zudem mit, der frühere Nahost-Gesandte der Vereinten Nationen, Nikolaj Mladenow, werde die Rolle des Hohen Repräsentanten für den Gazastreifen übernehmen.

Der "Friedensrat" ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Terrororganisation Hamas vorsieht, was diese ablehnt. Das internationale Gremium soll die neue Übergangsregierung des im Krieg zwischen der Hamas und Israel weitgehend zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Trump selbst hat den Vorsitz.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP/dpa/rts

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