Politik

Moskau will Beziehung vertiefen Putin vereinbart Rüstungsdeal mit Indien

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Putin schüttelt Hände mit Indiens Premierminister Narendra Modi.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bereits zu Sowjetzeiten gilt Indien als enger Verbündeter Moskaus. Nicht überraschend also, dass Kremlchef Putin gleich zum Auftakt seines Besuches in Neu Delhi eine Einigung verkündet. Beide Länder wollen zusammen Hunderttausende Sturmgewehre produzieren. Weitere Deals sollen folgen.

Bei seiner ersten Auslandsreise seit mehreren Monaten hat Russlands Präsident Wladimir Putin sich in Indien für eine verstärkte militärische Zusammenarbeit beider Länder ausgesprochen. Ausgebaut werden sollen "die Beziehungen sowohl auf internationaler Ebene als auch unmittelbar im militärischen Bereich", sagte Putin der Agentur Tass zufolge in Neu Delhi.

Beide Länder vereinbarten unter anderem die Herstellung von mehr als 600.000 russischen AK-203-Sturmgewehren in einer indischen Fabrik als indisch-russisches Joint Venture. Die Vereinbarung sei ein Zusatz einer bis 2031 laufenden Kooperation, teilte ein Sprecher des indischen Verteidigungsministeriums mit. Die Sturmgewehre für die indische Armee kosten laut Medienberichten umgerechnet rund 587 Millionen Euro.

Indiens Premierminister Narendra Modi sagte bei dem Treffen mit Putin: "In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Welt grundlegende Veränderungen und Änderungen von geopolitischen Gleichgewichten erlebt, aber die Freundschaft zwischen Indien und Russland ist eine Konstante geblieben."

Für Russland ist Indien - das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt - ein wichtiger Rüstungskunde. Indien unterhält seit dem Kalten Krieg enge Beziehung zur ehemaligen Sowjetunion und dann mit Russland. Auch für die Ausrüstung der indischen Armee spielte Russland lange eine wichtige Rolle. Allerdings möchte Indien seine Rüstungseinfuhren streuen, es importiert auch aus den USA.

Putins Besuch fällt in eine Zeit, in der die Lieferung von russischen Raketenabwehrsystemen nach Indien Sanktionen von den USA bedeuten könnten. Indien, das als "Apotheke der Welt" bekannt ist, produziert auch den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. In Zukunft ist dort auch die Herstellung des Präparats Sputnik Light geplant, wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, der ebenfalls in Neu Delhi war.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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