Politik

Austausch mit Kiew geplant Putin will ukrainische Gefangene freilassen

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Putin steht laut eigener Aussage mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Verbindung.

(Foto: REUTERS)

Zwischen Russland und der Ukraine bahnt sich eine Verständigung an. Laut Kremlchef Putin planen beide Seiten einen umfangreichen Austausch von Gefangenen. Darunter sollen auch 24 Seeleute sein, die Moskau seit November festhält.

Im Konflikt mit der Ukraine hat Russlands Präsident Wladimir Putin einen großen Gefangenenaustausch zwischen Moskau und Kiew angekündigt. Die Entscheidung darüber werde in Kürze von beiden Seiten gemeinsam bekanntgegeben, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge in Wladiwostok im äußersten Osten Russlands. Es gehe um eine konkrete humanitäre Aktion.

"Das wäre ein guter Schritt vorwärts in Richtung einer Normalisierung", sagte Putin auf dem fernöstlichen Wirtschaftsforum. Über einen Gefangenenaustausch war zuletzt immer wieder spekuliert worden. Der Kremlchef sagte, dass er mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj an einer Lösung arbeite. Die Pläne seien im Endstadium. Die Ukraine hofft etwa auf Freilassung von 24 Seeleuten, die seit November in russischer Haft sind. Freikommen soll zudem der seit mehr als fünf Jahren inhaftierte Regisseur Oleg Senzow.

In Verbindung mit dem geplanten Gefangenenaustausch könnte auch die überraschende Freilassung eines ehemaligen Kämpfers aus dem Separatistengebiet Donbass stehen. Ein Gericht in Kiew ließ den 58-Jährigen heute frei. Der Ex-Kommandeur einer Luftabwehreinheit der prorussischen Rebellen soll ein Schlüsselzeuge sein für den Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 im Juli 2014 im Gebiet Donbass. Damals kamen alle 298 Insassen ums Leben. 

Ein internationales Ermittlerteam unter Führung der niederländischen Staatsanwaltschaft verdächtigt Russland, ein Buk-Flugabwehrsystem ins Rebellengebiet gebracht zu haben. Damit soll die Maschine abgeschossen worden sein. Zuvor hatten 40 EU-Parlamentsabgeordnete an Präsident Selenskyj appelliert, den Verdächtigen nicht an Russland zu übergeben. Die Ermittler in den Niederlanden befürchteten nun, dass der Mann nun als Zeuge nicht mehr zu Verfügung stehen wird.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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