Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Habeck gibt Punkte ab

Im Trendbarometer geht es für die SPD und Bundeskanzler Scholz leicht aufwärts. Dennoch müssen die Sozialdemokraten sich weiter mit dem dritten Umfrageplatz zufriedengeben. Und Scholz in der K-Frage mit Rang zwei hinter seinem Vize.

Leichte Verschiebung innerhalb der Ampel: Die SPD legt im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu, während die Grünen einen Punkt abgeben. Die Werte aller anderen Parteien bleiben unverändert.

Würde der Bundestag jetzt gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 2021: 24,1 Prozent), Grüne 24 Prozent (14,8 Prozent), SPD 18 Prozent (25,7 Prozent), AfD 11 Prozent (10,3 Prozent), FDP 7 Prozent (11,5 Prozent), Linke 5 Prozent (4,9 Prozent). Für sonstige Parteien würden sich 9 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (8,7 Prozent). Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt bei 25 Prozent (23,4 Prozent).

Merz holt auf

Für den Fall, dass der Bundeskanzler direkt gewählt würde, könnte Amtsinhaber Olaf Scholz von der SPD mit 21 Prozent rechnen. Das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Auf den grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck entfielen 25 Prozent, ein Minus von zwei Punkten. Zwei Punkte aufwärts geht es für CDU-Chef Friedrich Merz, ihn würden 18 Prozent wählen. 36 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden.

Hätten die Wahlberechtigten die Wahl zwischen Scholz, Merz und der grünen Außenministerin Annalena Baerbock, würden sich aktuell jeweils 23 Prozent für Baerbock, ebenso viele für Scholz und 21 Prozent für Merz entscheiden. Für Baerbock ist das ein Punkt weniger als in der Vorwoche, für Merz sind es auch hier zwei Punkte mehr. In dieser Konstellation bleibt Scholz' Wert unverändert.

Nur ein Drittel sieht bei Habeck durchdachten Plan

Eine weitere Umfrage von Forsa für das Trendbarometer ergab, dass nur 30 Prozent der Deutschen den Eindruck haben, dass Habeck einen durchdachten Plan hat, wie man die Energiekrise bewältigen könne. 61 Prozent glauben das nicht.

Dass Habeck einen durchdachten Plan zur Bewältigung der Energiekrise hat, glauben mehrheitlich nur die Anhänger der Grünen: Von ihnen sagen dies 53 Prozent. Unter den SPD-Anhängern glauben dies 38 Prozent, unter den Anhängern der CDU/CSU 27 und bei jenen der FDP 25 Prozent. 3 Prozent der AfD-Anhänger glauben, dass Habeck einen durchdachten Plan zur Bewältigung der Energiekrise hat.

Mehrheit sieht keine politische Kompetenz bei Parteien

Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, nennen 18 Prozent die Grünen. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Im August hatten die Grünen in dieser Frage noch 21 Prozent erreicht. 10 Prozent nennen die CDU/CSU, ein Punkt mehr als vor einer Woche. Bei der SPD sind es unverändert 8 Prozent. 2 Prozent trauen der FDP politische Kompetenz zu, 5 Prozent einer sonstigen Partei. 57 Prozent aller Wahlberechtigten glauben, dass keine Partei in der Lage ist, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden.

Weiterhin gehen 10 Prozent der Bundesbürger von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren aus. Drei Viertel (74 Prozent) rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, 13 Prozent mit keiner Veränderung.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 30. August bis 5. September 2022 erhoben. Datenbasis: 2500 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Robert Habecks Energiepolitik wurden am 2. und 5. September erhoben. Datenbasis: 1007 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 06. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, hvo

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