Politik

Militärstützpunkt im Irak Raketenangriff auf frühere Bundeswehr-Basis

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Bis vor kurzem war in Tadschi auch die Bundeswehr stationiert - im August 2019 besuchte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer dort die Truppe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Stützpunkt der US-Armee im Irak ist offenbar erneut Ziel eines Angriffs geworden. Nahe der Basis nördlich von Bagdad schlugen nach Militärangaben mehrere Geschosse ein. Bis vor kurzem waren dort auch Soldaten der Bundeswehr stationiert.

In der Nähe eines von der US-Armee genutzten Stützpunkts im Irak sind Raketen eingeschlagen. Mehrere Raketen vom Typ Katjuscha seien auf das Lager Tadschi, rund 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, abgefeuert worden, teilte das irakische Militär mit. Es habe demnach aber keine Opfer gegeben.

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In den vergangenen Wochen waren im Irak mehrfach Raketen in der Nähe von Stützpunkten eingeschlagen, an denen US-Truppen stationiert sind. In Tadschi waren bis vor kurzem auch Bundeswehrsoldaten stationiert. Wegen der Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran wurden die 32 deutschen Soldaten aber nach Jordanien und von dort nach Deutschland verlegt.

Nach der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani bei einen US-Drohnenangriff im Irak hatte der Iran mit Raketenangriffen auf zwei vom US-Militär genutzte Stützpunkte im Irak geantwortet. Seither gab es weitere Raketenangriffe. Wer für diese verantwortlich war, ist jedoch offen. Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind. Sie wollen wie der Iran den Abzug der US-Truppen aus dem Land erreichen.

Quelle: ntv.de, mra/dpa/AFP