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Vier Provinzen betroffen Regierung lockert Reisewarnung für Türkei

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Leere Liegen an einem Strand der türkischen Provinz Antalya.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Auswärtige Amt hebt die Reisewarnung für die Türkei teilweise auf. Insgesamt streicht das Ministerium vier Provinzen an der Westküste des Landes von seiner Liste und gibt damit grünes Licht für Urlaubsreisen in diese Regionen.

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste.

Zu den vier Provinzen im Südwesten des Landes zählen auch beliebte Reiseziele rings um die Orte Kas, Bodrum oder Kusadasi. Für andere Orte, insbesondere die Metropole Istanbul, bleibt die Warnung dagegen vorerst bestehen. Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer begründete die Entscheidung zur teilweisen Aufhebung der Reisewarnung des Auswärtigen Amts damit, dass in den genannten Provinzen mit etwa fünf Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen die Ansteckungsgefahr relativ gering sei.

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Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme. Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe. "Dieses beinhaltet u.a. eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland."

Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben. Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei.

"Mit den Absprachen ist es gelungen, Tourismus in die Türkei dort zu ermöglichen, wo er in Einklang mit den erforderlichen Vorgaben des Infektionsschutzes gebracht werden kann", erklärte Demmer. "Zugleich ist es gelungen, insgesamt den Rückreiseverkehr aus der Türkei nach Deutschland so zu gestalten, dass sich die Gefahr des Eintrags neuer Infektionen in unser Land verringert." Die Lage-Entwicklung solle allerdings weiterhin fortlaufend geprüft und Warnungen wenn nötig entsprechend angepasst werden.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP