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Minister Müller muss umsteigen Regierungsmaschine fällt in Malawi aus

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Eine von vier Global 5000 im Dienst der Flugbereitschaft der Luftwaffe.

picture alliance / dpa

Einmal mehr wird ein Bundesminister von einem Flugzeug der Luftwaffe im Stich gelassen: Auf seiner Afrikatour kann Entwicklungshilfeminister Müller nicht vom Flughafen in Malawi abheben. Grund ist ein Defekt. Das erinnert an Merkels missglückten G20-Flug.

Technische Probleme an einem Regierungsflugzeug haben Entwicklungshilfeminister Gerd Müller daran gehindert, vom Flughafen im afrikanischen Malawi abzuheben. Bei dem Bombardier-Flugzeug vom Typ Global 5000 sei ein Defekt bei einem Druckventil aufgetreten, sagte ein Sprecher des Pressezentrums der Luftwaffe. "Eines der Triebwerke konnte dadurch nicht gestartet werden."

Die Crew versuche nun, das Problem vor Ort zu beheben. Die Maschine werde eingesetzt, weil sie für "solche Verwendungen" geeignet sei, sagte der Sprecher. Technische Defekte seien aber nie ganz auszuschließen.

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Der RBB-Journalist Martin Polansky, der Müller auf seiner Tour durch Malawi, Sambia und Namibia begleitet, schrieb auf Twitter, Ersatzteile müssten aus Deutschland gebracht werden. Die Reparatur könne deshalb drei Tage dauern. Polanskys Angaben, wonach die Maschine etwa acht Jahre alt sei, konnte der Luftwaffesprecher nicht bestätigen. Allerdings sei das Flugzeug noch nicht lange im Dienst. Müller sollte wegen des Defekts mit einem Linienflug weiter nach Sambia reisen. Das berichteten Polansky und Janina Lückoff vom Bayerischen Rundfunk ebenfalls auf Twitter.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Umsteigen auf Linienflieger vertraut: Im November musste der Regierungsflieger "Konrad Adenauer" auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires umkehren. Beim Flug des Airbus A340 legte ein defektes Bauteil - eine zentrale Schalteinheit in der Bordelektronik - gleich zwei Funksysteme lahm, die sich im Notfall gegenseitig ersetzen sollen. Außerdem konnte der Pilot durch den Defekt kein Kerosin in der Luft ablassen, um das Landegewicht zu verringern.

Zur Flugbereitschaft der Luftwaffe gehören 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier, darunter vier Bombardier Global 5000. Ein Großteil der Maschinen wurde in den Jahren 2010 und 2011 für insgesamt mehr als 600 Millionen Euro erworben. Die modernisierte Flotte soll unter anderem Regierungsmitglieder auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken befördern.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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