Politik

Einnahmen steigen Renteneinnahmen sprudeln auch in der Krise

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Senioren müssen sich in der Corona-Krise nicht um ihre Rente sorgen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Pandemie macht der Wirtschaft in Deutschland seit mehreren Monaten stark zu schaffen. Doch mit dem Instrument der Kurzarbeit werden Entlassungswellen vermieden. Das spürt auch die Rentenversicherung. Deren Einnahmen sinken trotz Krise nicht. Im Gegenteil.

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit. Die Beitragseinnahmen haben sich demnach von Januar bis August auf Jahressicht um 0,7 Prozent erhöht. Die Rentenversicherung rechnet den Angaben zufolge für dieses Jahr mit Einnahmen in Höhe von 223 Milliarden Euro. 2019 lagen sie bei 222 Milliarden Euro.

"In Anbetracht der ökonomischen Rahmenbedingungen, die sich durch die Corona-Krise deutlich verschlechtert haben, ist dies für die Rentenversicherung eine positive Nachricht", sagte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Erklärt wird die Entwicklung auch damit, dass Rentenbeiträge auch bei Kurzarbeit und beim Bezug von Arbeitslosengeld I weiter gezahlt werden. Damit werde sichergestellt, dass es während dieser Zeiten zu einer durchgehenden Absicherung in der Rentenversicherung kommt.

Die Finanzreserve der Rentenkasse - die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, mit der Beitragsschwankungen während des Jahres ausgeglichen werden - stand den Angaben zufolge Ende August bei 35,7 Milliarden Euro. Das entspreche 1,51 Monatsausgaben. Ende 2019 lag sie noch bei rund 40,5 Milliarden Euro. Die Rücklage wird allerdings planmäßig abgebaut, um den Beitragssatz bis zum Jahr 2024 stabil zu halten.

Wie sich die positive Entwicklung auf die nächste Rentenanpassung im kommenden Sommer auswirken wird, ist noch nicht absehbar. Ende Juni hatte die Rentenversicherung die Prognose abgegeben, dass es 2021 voraussichtlich im Westen keine und im Osten nur eine geringe Erhöhung geben werde. Bei dieser Aussage bleibe man vorerst, sagte ein Sprecher. Die endgültige Entscheidung fällt wie immer im Frühjahr. Die jährliche Anpassung wird von der Bundesregierung per Verordnung festgelegt. Der Bundesrat muss zustimmen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa