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Höhere Abgaben seit 2005 Rentner tragen Milliarden-Steuerlast

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Rund 4,4 Millionen Rentner und Rentner-Ehepaare zahlten zuletzt Einkommensteuer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Steuerlast verschiebt sich seit einigen Jahren zusehends ins Alter, während Berufstätige bei der Altersvorsorge finanziell entlastet werden. Das hat spürbare Folgen: Fast ein Zehntel des gesamten Aufkommens der Einkommensteuer erhält der Staat inzwischen von Rentnern.

Rund 4,4 Millionen Rentner und Rentner-Ehepaare haben dem Staat Einkommensteuern von zuletzt rund 33 Milliarden Euro pro Jahr entrichtet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler.

Damit stamme laut Bundesregierung fast ein Zehntel des gesamten Aufkommens der Einkommensteuer von Senioren. Gleichzeitig stützt der Staat dem Bericht zufolge mit immer mehr Steuergeld die Rentenkasse: 97 Milliarden Euro und damit 27,5 Prozent des kompletten Bundeshaushalts im Umfang von 356 Milliarden gehen an die Rentenversicherung.

Seit 2005 werden schrittweise immer stärker die Renten selbst besteuert. Umgekehrt können Berufstätige immer mehr Ausgaben zur Altersvorsorge von der Steuer absetzen. So sollen sie größere Anreize zur Altersvorsorge haben. Die Steuerlast verschiebt sich ins Alter.

In dem Bericht heißt es weiter, dass unter den steuerpflichtigen Rentnern allerdings lediglich 600.000 "Nur-Rentner" ohne weitere Einkünfte seien. Der Rest habe Nebeneinkünfte, die dem Steuereinkommen zugerechnet werden.

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Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/AFP

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