Politik

Korrupter Baumagnat mit Einfluss Riad lässt Bin-Laden-Halbbruder aus Haft frei

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Die Bin-Laden-Familie hat auch die Große Moschee in Mekka gebaut.

(Foto: AP)

Ende 2017 verhaftet Saudi-Arabien in einer beispiellosen Festnahmewelle Dutzende Schwerreiche. Unter ihnen befinden sich Prinzen, Geschäftsleute und Minister, aber auch Bakr bin Laden. Der Halbbruder des Terrorfürsten Osama bin Laden soll sich als Baumagnat unlauter bereichert haben.

Die Justiz in Saudi-Arabien hat den Halbbruder des getöteten Al-Kaida-Gründers Osama bin Laden, Bakr bin Laden, aus der Haft entlassen. Der einflussreiche Bauunternehmer konnte bereits in der vergangenen Woche zu seiner Familie nach Dschiddah am Roten Meer fahren, wie die Nachrichtenagentur AFP von Quellen erfahren hat, die der Familie nahestehen. Bin Laden war vor mehr als drei Jahren im Zuge einer Anti-Korruptions-Kampagne des Königreichs inhaftiert worden.

Ob es sich um eine vorläufige Freilassung handelt, ist unklar. Einer Quelle zufolge wurde die Bewegungsfreiheit des Unternehmers eingeschränkt: "Er wurde freigelassen und gebeten, zu Hause zu bleiben." Bin Laden dürfe jedoch Besuch empfangen. Weder bin Laden noch die saudiarabischen Behörden waren für eine Bestätigung erreichbar.

Die Familie bin Laden, die aus Saudi-Arabien stammt und wegen ihrer zahlreichen Bauprojekte als eine der einflussreichsten und reichsten des Landes gilt, profitierte jahrzehntelang von ihrer engen Beziehung zur Königsfamilie Al Saud. Durch den Aufstieg von Kronprinz Mohammed bin Salman, der sich vornahm, die Wirtschaft des Landes umzugestalten und das System der Eliten aufzubrechen, schwand ihr Reichtum jedoch.

Das ultrakonservative Königreich hatte Ende 2017 in einer beispiellosen Festnahmewelle Dutzende Schwerreiche, darunter Prinzen, Geschäftsleute und Minister, über Wochen in einem Luxushotel festgesetzt. Viele von ihnen schlossen im Gegenzug für ihre Freilassung finanzielle Vereinbarungen mit der Staatsanwaltschaft. Kritiker werfen dem Kronprinzen vor, er habe mit der Festnahmewelle seinen Machtanspruch festigen wollen.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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