Politik

Knapp 49 Milliarden ausgezahlt Ruhegehälter für Pensionäre gestiegen

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Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der ehemaligen Staatsdiener um etwa 54 Prozent erhöht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es gehen nicht nur mehr Beamte in den Ruhestand als im Vorjahr, auch die durchschnittliche Pension hat sich erhöht. Doch längst nicht alle Pensionäre erreichen die gesetzliche Regelaltersgrenze. Viele scheiden schon vorher aus dem Berufsleben aus. Das hat verschiedene Gründe.

In Deutschland gibt es mehr Pensionäre. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf rund 1,34 Millionen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit Stand 1. Januar 2020 mitteilte. Die Pensionäre des öffentlichen Dienstes erhielten demnach ein Ruhegehalt von durchschnittlich 3110 Euro brutto im Monat (2019: 2970). Die Ausgaben für die Pensionen der ehemaligen Staatsdiener beliefen sich 2019 auf 48,8 Milliarden Euro, so die Statistiker.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 63.500 Neu-Pensionäre gezählt. Davon erreichten 13.700 die gesetzliche Regelaltersgrenze, ein Anteil von 22 Prozent. 36.400 schieden mit Erreichen einer bestimmten Altersgrenze vorzeitig aus dem Dienst oder erreichten ein Pensionsalter wie es etwa für Berufssoldaten gilt. 16 Prozent der neuen Pensionäre wurden wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, im Durchschnitt waren sie 56 Jahre und 11 Monate alt.

Die Zahl der Pensionäre im Bereich des Bundes blieb nahezu unverändert, wie das Amt weiter mitteilte. Dagegen sei diese bei den Ländern um 3 Prozent gestiegen, bei den Kommunen um 3,6 Prozent. Der Schuldienst der Länder bilde mit einem Anteil von 33,1 Prozent aller Pensionäre die größte Gruppe der Ruhegehaltsempfänger in Deutschland. Danach folgten ehemalige Post- sowie Bahnbeamte.

Seit dem Jahr 2000 hat sich den Statistikern zufolge die Zahl der Pensionäre stark erhöht - um 53,9 Prozent. Der Anstieg lasse sich vor allem auf die hohe Zahl der pensionierten Lehrer zurückführen, die ihren Dienst in den 1960er und 1970er Jahren begonnen hatten.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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