Politik

Keine Geländegewinne mehr Russland soll den Mai "vollständig vermasselt" haben

01.06.2026, 19:47 Uhr
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Die Invasoren haben derzeit mit größeren Problemen zu kämpfen. (Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Russische Soldaten sollen an der Front mittlerweile praktisch keine Geländegewinne mehr erzielen - trotz Tausender Sturmangriffe. Ukrainische Attacken auf die Logistik machen es den Kreml-Streitkräften schwer. Dennoch stehen Kiews Truppen stellenweise weiterhin unter starkem Druck.

Die russischen Streitkräfte haben den Mai nach Angaben der ukrainischen Analysten von Deepstate "vollständig vermasselt". Es sei so wenig Gebiet wie seit Oktober 2023 nicht mehr besetzt worden, heißt es in einer Mitteilung: 14 Quadratkilometer. Das durch die ukrainische Armee befreite Territorium eingerechnet, soll sich sogar ein negativer Wert ergeben.

Die Kreml-Truppen haben im Mai laut Deepstate zwar 7000 Sturmangriffe durchgeführt - ein Rekordwert - "ein großer Erfolg blieb jedoch aus". Aus zahlreichen Videos sei ersichtlich, dass die russischen Soldaten im besten Fall noch in Zweiergruppen angreifen würden. Sehr oft soll es sogar nur ein Kämpfer sein. "Doch bevor er sein Ziel erreicht, wird er von allen verfügbaren Mitteln bekämpft", heißt es von Deepstate auf Telegram.

Die Analysten loben, dass die Reaktionsfähigkeit der Ukrainer auf Infiltrationen deutlich zugenommen habe. Dennoch stehen Kiews Truppen an mehreren Orten der Front weiterhin unter starkem Druck. Genannt wird in diesem Zusammenhang Kostjantyniwka in der Region Donezk. "Die Aussichten für die Stadt sind alles andere als günstig", so Deepstate.

Angriffe auf Logistik wirken sich aus

Viele Indikatoren weisen derzeit darauf hin, dass die ukrainische Armee sich in einer so starken Position befindet, wie schon lange nicht mehr. Präsident Wolodymyr Selenskyj und Armeechef Oleksandr Syrskyj hatten im vergangenen Monat berichtet, dass die Streitkräfte an der Front zeitweise mehr Angriffsoperationen durchführen würden als die Russen. Dies spiegelte sich auch in den Meldungen des Generalstabs wider. Zuvor waren die Kreml-Streitkräfte stets für deutlich mehr Gefechte verantwortlich. Die Angaben können allerdings nicht unabhängig überprüft werden.

Ein Grund für die Probleme der russischen Seite sind ukrainische Angriffe auf die Logistik hinter der Front. Einheiten der Armee haben in den vergangenen Wochen unzählige Videos veröffentlicht, in denen russische Lkw und andere Fahrzeuge angegriffen werden. Möglich wird dies durch Drohnen, die eine höhere Reichweite haben und so wichtige Autobahnen observieren können.

Laut dem Institut für Kriegsstudien (ISW) stört die ukrainische Kampagne mit Angriffen mittlerer Reichweite die russische Logistik vom besetzten Gebiet der Region Luhansk bis zur Krim. Dies habe "zunehmend weitreichende Auswirkungen auf das Schlachtfeld und erschwert den russischen Streitkräften ihre Vorstöße".

Quelle: ntv.de, rog

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