Politik

Explosionen in der Nacht Russland droht erneut mit Angriffen auf Kiew

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Ein zerstörtes Wohnhaus in einem Randbezirk Kiews.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

In der Nacht sind Medienberichten zufolge in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrere Explosionen zu hören. Nun erklärt Russland, es habe eine Fabrik am Stadtrand angegriffen. Zudem behauptet Moskau, "polnische Söldner" in der Ostukraine getötet zu haben.

Russlands Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Raketenfabrik unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen. Auf die Fabrik "Wisar", knapp fünf Kilometer südwestlich des Stadtrands, seien in der Nacht Raketen des Typs Kalibr abgefeuert worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Medienberichten zufolge waren in der Nacht in Kiew aber mehrere heftige Explosionen zu hören. Die Fabrik "Wisar" soll Raketen für das Flugabwehrsystem S-300 hergestellt haben. Moskau kündigte einmal mehr an, seine Angriffe auf Kiew erhöhen zu wollen, falls ukrainische Truppen Attacken oder "Sabotageakte" auf russischem Staatsgebiet durchführten. Eine solche Drohung hatte Konaschenkow bereits vor einigen Tagen ausgesprochen.

In den vergangenen Wochen hatte Moskau mehrfach vermeintliche Angriffe ukrainischer Truppen auf grenznahe russische Gebiete beklagt. Anfang April etwa gab es einen Luftangriff auf ein Öllager in der Großstadt Belgorod. Aus der Ukraine erfolgte damals weder eine Bestätigung noch ein Dementi. In den vergangenen Wochen zogen die russischen Truppen etwa aus der Region um Kiew aber wieder ab, um sich auf Angriffe in der Ostukraine zu konzentrieren.

Dort hat Russland nach eigenen Angaben etwa 30 "polnische Söldner" in der Nähe der ukrainischen Stadt Charkiw getötet. Bei einem Raketenangriff auf das Dorf Isjumske seien "bis zu 30 polnische Söldner ausgeschaltet" worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Söldner hätten für die ukrainischen Streitkräfte im Nordosten des Landes gekämpft.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/AFP

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