Politik

Obama zum Gemetzel in Aleppo "Russland und Assad haben Blut an Händen"

Barack Obama findet klare Worte zur schlimmen Lage in Aleppo. Für den US-Präsidenten sind Syriens Präsident Assad, Russland und der Iran dafür verantwortlich. Derweil berät der UN-Sicherheitsrat über die Situation in der nordsyrischen Metropole.

US-Präsident Barack Obama hat den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und dessen Verbündete Russland und Iran mit drastischen Worten für die katastrophale Lage in Aleppo verantwortlich gemacht. Die Welt sei "geeint in dem Entsetzen über den grausamen Angriff des syrischen Regimes" und dessen Verbündeter Russland und Iran, sagte Obama bei seiner Jahresabschluss-Pressekonferenz in Washington. "Dieses Blut und diese Gräueltaten kleben an ihren Händen."

Obama hielt Assad vor, dass er das syrische Volk nicht gewaltsam hinter sich bringen könne. Der "Weg zur Legitimität" führe nicht über Gemetzel. Der scheidende US-Präsident forderte, zur Überwachung der Evakuierung von Ost-Aleppo unabhängige Beobachter in die nordsyrische Stadt zu schicken. Obama wird am 20. Januar von Donald Trump im Amt abgelöst, der für ein engeres Verhältnis zu Russland eintritt.

UN-Sicherheitsrat tagt

Aleppo steht seit Wochen im Mittelpunkt des Syrien-Konfliktes. Mitte November hatte die Regierungsarmee mit Unterstützung vor allem aus Moskau und Teheran eine Großoffensive gestartet, um den Rebellen den Ostteil von Aleppo zu entreißen. Am Donnerstag verkündete Präsident Baschar al-Assad die "Befreiung" der Stadt, eine mühsam ausgehandelte Evakuierungsaktion begann.

Mit der Lage in Aleppo beschäftigte sich auch der UN-Sicherheitsrat in New York. Dabei ging es um den von Frankreich eingebrachten Vorschlag, internationale Beobachter nach Aleppo zu entsenden. Die UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, sagte nach der Sicherheitsratssitzung vor Journalisten, das Gremium könne womöglich noch am Wochenende darüber abstimmen. Bereits in Syrien eingesetzte UN-Vertreter stünden als Beobachter bereit.

Quelle: ntv.de, wne/AFP

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