Politik

Aufnahmen von Protesten Russland will Youtube-Videos löschen

1e51df39481f9c2ad81ed69d456d7275.jpg

Festnahme eines Demonstranten mit Kamera am 3. August in Moskau.

(Foto: REUTERS)

Seit Wochen fordern oppositionelle Demonstranten die russische Staatsmacht heraus. Bei nicht genehmigten Demonstrationen werden viele Hundert Menschen festgenommen. Aufnahmen hiervon will Moskau aus dem Internet heraushalten - und droht deshalb dem US-Internetriesen Google.

Nach den Protesten und Massenfestnahmen in Moskau haben die russischen Medienaufseher den Internetriesen Google aufgefordert, Videos von nicht genehmigten Protesten auf seiner Plattform Youtube zu löschen. In einem Schreiben wird das Unternehmen aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, mit denen verhindert werden solle, dass für nicht zugelassene Proteste geworben werde, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Sonntag mit.

Auf Youtube sind viele Videos veröffentlicht worden, die das teils harte Durchgreifen der Polizei bei Festnahmen zeigen. Allein in den vergangenen drei Wochenenden wurden mehr als 2000 Menschen in der russischen Hauptstadt festgenommen.

Es gibt auch Videos auf Youtube von der Demonstration am vergangenen Samstag, zu der nach Schätzungen der Organisatoren mehr als 50.000 Menschen gekommen waren. Diese Kundgebung hatten die Behörden im Gegensatz zu den Protesten an den Wochenenden davor genehmigt.

Roskomnadsor drohte Google, sollte eine Reaktion ausbleiben, werde dies Russland als feindselige Einmischung in innere Angelegenheiten Russlands und in demokratische Wahlen betrachten. Dann behalte man sich das Recht vor, "angemessen" darauf zu reagieren.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

Mehr zum Thema