Politik

Raketentests vor Trondheim Russlands Militär übt in Nato-Manövergebiet

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Eine F/A-18E Super Hornet starten vor der norwegischen Küste im Rahmen des Trident-Juncture Manöver.

(Foto: REUTERS)

50.000 Nato-Soldaten trainieren in Norwegen gerade für den Ernstfall. Nun kündigt Russland an, vor der Küste des Landes Raketen zu Übungszwecken abfeuern zu wollen. Die Gebiete der Manöver überschneiden sich dabei teilweise.

Die russische Marine will Schießübungen vor der norwegischen Küste in einem Gebiet abhalten, wo auch die Nato gerade trainiert. Das geht aus einer Mitteilung der norwegischen Flugsicherung Avinor hervor.

In einem Avinor-Hinweis für Zivilpiloten ist von einem Areal vor Norwegens Westküste in Höhe der Stadt Trondheim die Rede. Hier wolle die russische Marine in internationalen Gewässern vom 1. bis 3. November Raketen abfeuern. Das Testgebiet überschneidet sich teilweise mit dem Manövergebiet der Nato-Übung Trident Juncture 18, die zurzeit in Norwegen stattfindet.

Die Routinemeldung überlasse den Piloten die Entscheidung, das Gebiet zu meiden, sagte Avinor-Kommunikationschef Erik Lødding im staatlichen Rundfunk NRK. Das norwegische Militär erklärte, die russische Übung sei bekannt und würde das Manöver Trident Juncture nicht beeinträchtigen. Zurzeit trainieren in Norwegen rund 50.000 Soldaten aus den Nato-Staaten für den Bündnisfall, das heißt den Beistand für ein angegriffenes Nato-Mitglied.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa