Politik
SPD-Bundesvize Stegner kritisiert Wagenknechts Initiative scharf.
SPD-Bundesvize Stegner kritisiert Wagenknechts Initiative scharf.(Foto: picture alliance/dpa)
Samstag, 04. August 2018

"Notorische Separatisten": SPD attackiert Wagenknechts "Aufstehen"

Linke-Fraktionschefin Wagenknecht ruft eine linke Sammlungsbewegung ins Leben. Doch bereits vor dem Start der Initiative findet sie viele Gegner. Die SPD kritisiert die Gründung von "Aufstehen" scharf.

Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner hat die neue Sammlungsbewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht scharf attackiert. In einem Europa, das konsequent nach rechts drifte, brauche es dringend progressive Alternativen. "Aber das geht doch nicht über eine PR-Initiative mit notorischen Separatisten an der Spitze, die übrigens bei europäischen oder integrationspolitischen Themen keineswegs progressive oder gar linke Positionen vertreten", schrieb Stegner auf Facebook.

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Der Chef der SPD in Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann, schrieb auf Twitter: "Die linke Sammlungsbewegung in Deutschland ist seit 1863 die #SPD. Wer mitmachen möchte, kann eintreten."

Wagenknechts neue Sammlungsbewegung trägt den Namen "Aufstehen". Die Website aufstehen.de ging am Samstag online und kündigte den "Start der Bewegung" für den 4. September an. Die Internetpräsenz enthielt zunächst aber keine politischen Erklärungen, sondern lediglich eine Sammlung von 18 Videos, in denen Bürger über Probleme in Deutschland sprechen und über ihre Hoffnungen. Daneben standen zwei Slogans: "Den Bürgern muss zugehört werden!" und "Flaschen sammeln darf keine Lösung sein!"

Stegner schrieb, es brauche eine starke SPD, die bundesweit der Union Paroli bieten und mit ihr um Platz eins kämpfen könne. "Dazu muss neben gutem Regieren eine Profilierung der SPD als linke Volkspartei gelingen, die seit den rotgrünen Sozialreformen 2003ff. verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnt, indem wir gerechte und praxistaugliche Antworten geben auf drängende Gerechtigkeitsfragen dieser Zeit", erklärte er weiter. "Was es weniger braucht sind PR-Aktionen mit starken Egotrip-Anteilen."

Quelle: n-tv.de