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Triumph für Schröder-Köpf SPD luchst CDU über 20 Direktmandate ab

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Die SPD ist naturgemäß hocherfreut über das Ergebnis.

dpa

Die SPD räumt in 55 Wahlkreisen Niedersachsens den Sieg bei den Erststimmen ab. Lange Gesichter gibt es dagegen bei der Union. Die CDU muss 22 Direktmandate an die SPD abgeben. Unter den Gewinnern und Verlierern sind auch prominente Namen.

Doris Schröder-Köpf bleibt Mitglied des Landtags von Niedersachsen. Die SPD-Abgeordnete und Noch-Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder gewann ihren Wahlkreis Hannover-Döhren gegen den Landeschef der CDU, Dirk Toepffer. Schröder-Köpf erhielt 38,2 Prozent der Stimmen, Toepffer lediglich 36,7 Prozent.

Bei der Landtagswahl 2013 hatte Schröder-Köpf noch deutlich gegen Toepffer verloren. Damals war Schröder-Köpf als Zwölftplatzierte auf der Landesliste in den Landtag eingezogen. Dieses Jahr stand Schröder-Köpf auf Position 14 der Liste. Damit wäre sie ohne Chance gewesen. Von der Landesliste kommt dieses Mal niemand zum Zug.

Grund dafür ist, dass die SPD alle 55 Mandate direkt gewonnen hat. Die CDU errang dagegen nur 32 ihrer 50 Mandate über die Erststimmen. Bei der Wahl 2013 ergab sich noch das umgekehrte Bild: Die CDU hatte alle 54 Mandate direkt gewonnen, die SPD lediglich 33 ihrer 49.

Althusmann schafft es knapp

In mehr als 20 Wahlkreisen gelang es der SPD, der CDU das Direktmandat abzunehmen. Neben dem Wahlkreis von Doris Schröder-Köpf gab es das etwa auch im Wahlkreis Wesermarsch: Dort verlor CDU-Fraktionschef Björn Thümler deutlich gegen SPD-Herausforderin Karin Logemann. Thümler zieht über die Landesliste in den Landtag ein.

Erfolgreich war auch Innenminister Boris Pistorius. Er erkämpfte den Wahlkreis Osnabrück-West von CDU-Kontrahent Burkhard Jasper – und das mit einem deutlichen Vorsprung von 8,7 Punkten.

Nur knapp reichte es für weitere prominente CDU-Kandidaten. Frontmann Bernd Althusmann kam lediglich mit 1,9 Punkten vor dem SPD-Neuling Tobias Handtke ins Ziel. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Jens Nacke, lag nur 0,4 Punkte vor SPD-Gegnerin Freia Taeger.

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Quelle: n-tv.de, jog

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