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"Angespannte finanzielle Lage" SPD muss bei Mitarbeiter-Gehältern sparen

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In der SPD-Parteizentrale in Berlin bekommen Mitarbeiter vorerst nicht mehr Gehalt.

picture alliance / Kay Nietfeld/

Die vergangenen Wahlen bedeuteten für die SPD nicht nur Stimmenverluste, sondern auch finanzielle Einbußen. Weil die Zuschüsse aus Steuergeldern zuletzt abnahmen, müssen Mitarbeiter in der Parteizentrale auf ihre Gehaltserhöhung warten.

Die schlechte Finanzlage der SPD hat einem Bericht zufolge Konsequenzen für die Mitarbeiter der Parteizentrale: Ende Januar wurden die Genossen im Willy-Brandt-Haus dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge per Rundmail von Bundesgeschäftsführer Thorben Albrecht darüber informiert, dass die Gehaltserhöhung "zunächst ausgesetzt wird".

Normalerweise übernehme die Parteizentrale die Abschlüsse des Deutschen Gewerkschaftsbundes, schreibt Albrecht demnach. "Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Partei" habe die Hausleitung den Betriebsrat aber gebeten, das dieses Mal anders zu handhaben.

In Gesprächen mit den Mitarbeitervertretern soll nun "über verschiedene Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung" beraten werden. Dies solle bis Ende März geschehen.

Die SPD hat seit Jahren mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen, was sich auch negativ auf das Beitragsaufkommen auswirkt. Zudem sind die Zuschüsse aus Steuergeldern von Wahlergebnissen abhängig, wo die SPD zuletzt deutliche Verluste hinnehmen musste.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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