Politik

RTL/ntv-Trendbarometer SPD rutscht weiter ab, Grüne fünf Punkte stärker

Olaf Scholz fällt in der Kanzlerfrage auf den bislang tiefsten Wert. Die Regierungspartei SPD ist im Trendbarometer weiterhin nur die drittstärkste Kraft, fünf Punkte hinter den Grünen und zehn Punkte hinter der Union.

Für die SPD geht es in dieser Woche um zwei Prozentpunkte abwärts. Dagegen legen sowohl die oppositionelle Union als auch der Ampelpartner Grüne im Vergleich zur Vorwoche um jeweils einen Punkt zu. Alle anderen Parteien bleiben unverändert.

Wäre jetzt Bundestagswahl, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 29 Prozent (Bundestagswahl 2021: 24,1 Prozent), SPD 19 Prozent (25,7 Prozent), Grüne 24 Prozent (14,8 Prozent), FDP 7 Prozent (11,5 Prozent), AfD 9 Prozent (10,3 Prozent), Linke 4 Prozent (4,9 Prozent). Damit liegt die SPD nun zehn Punkte hinter den Unionsparteien und fünf Punkte hinter den Grünen. Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt aktuell bei 21 Prozent und damit unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Scholz unter 40 Prozent

Bei der Kanzlerpräferenz sinkt Amtsinhaber Olaf Scholz erstmals unter 40 Prozent. CDU-Chef Friedrich Merz kann davon allerdings kaum profitieren. Wenn die Wahlberechtigten den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich aktuell 39 Prozent für Scholz entscheiden, das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Merz würden 20 Prozent wählen, ein Plus von einem Punkt.

Von den SPD-Anhängern würden sich 84 Prozent für Scholz, von den Anhängern der CDU/CSU nur 50 Prozent für Merz entscheiden.

Grüne bei Kompetenzwerten vorn

Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, liegen die Grünen mit 23 Prozent vorn (drei Punkte mehr als in der Vorwoche). Unverändert 12 Prozent der Wahlberechtigten trauen der Union, 11 Prozent der SPD (- 2 Punkte), 2 Prozent der FDP (- 1) und 4 Prozent (+ 1) den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. 48 Prozent trauen keiner Partei die Lösung der Probleme im Land zu.

10 Prozent der Deutschen gehen derzeit von einer Verbesserung, 70 Prozent von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland aus. 18 Prozent erwarten keine Veränderung der wirtschaftlichen Lage.

Nur ein Viertel glaubt, dass die Regierung genug gegen die Inflation tut

Dass die Verbraucherpreise bald wieder sinken werden, glaubt wie bereits zu Beginn des Jahres auch weiterhin nur eine kleine Minderheit von 6 Prozent. Die große Mehrheit der Bundesbürger rechnet damit, dass die Verbraucherpreise so hoch bleiben (38 Prozent) oder sogar noch weiter steigen werden (56 Prozent). Im Januar hatten 46 Prozent steigende Verbraucherpreise erwartet.

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Nur etwas mehr als ein Viertel der Bundesbürger (26 Prozent) hat den Eindruck, dass die Bundesregierung genug tut, um die Inflation zu bekämpfen. Fast zwei Drittel (65 Prozent) meinen hingegen, die Bundesregierung müsse bei der Inflationsbekämpfung mehr tun. Diese Ansicht teilt eine Mehrheit in allen politischen Lagern.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 24. bis 30. Mai 2022 erhoben. Datenbasis: 2004 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu den aktuellen Preissteigerungen wurden am 27. und 30. Mai 2022 erhoben. Datenbasis: 1006 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, hvo

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