Politik

Kein Red Bull mehr für Jugendliche SPD will Energydrinks Schnaps gleichstellen

Unter Jugendlichen sind Energydrinks wie Red Bull sehr beliebt, Politiker der Großen Koalition verfolgen dies mit Sorge. Die SPD geht nun sogar so weit, Kindern die Hallo-Wach-Brause zu verbieten - und schwerer zugänglich zu machen als Bier oder Wein.

Die SPD im Bundestag will durchsetzen, dass Energydrinks nicht länger an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Zur Begründung sagte die verbraucherpolitische Sprecherin Elvira Drobinski-Weiß der "Saarbrücker Zeitung", die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen.

Damit geht die SPD weiter als Ernährungsminister Christian Schmidt, der kürzlich mehr Aufklärung angekündigt hatte. Drobinski-Weiß sagte: "Es ist mir unverständlich, dass Minister Schmidt hier keinen Handlungsbedarf sieht."

Das Abgabeverbot soll daher durch eine Änderung des Jugendschutzgesetzes umgesetzt werden. Zuständig wäre dann nicht mehr CSU-Mann Schmidt, sondern Familien- und Jugendministerin Manuela Schwesig von der SPD.

Bier ab 16, Schnaps ab 18

Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte gefordert, dass Energydrinks erst an Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben werden dürfen. 250 Milliliter Energy-Brause enthalten im Durchschnitt 80 Milligramm Koffein, etwa so viel wie zwei Tassen Filterkaffee oder anderthalb Espresso. Für Erwachsene gilt ein Koffeinkonsum von bis zu 300 Milligramm am Tag als gesundheitlich unbedenklich.

Sollte das Verbot für Jugendliche kommen, wären Energydrinks im Jugendschutzgesetz Spirituosen und spirituosenhaltigen Mischgetränken gleichgestellt. Für die Abgabe und den Verzehr von Getränken mit geringerem Alkoholgehalt wie Bier oder Wein gilt ein Mindestalter von 16 Jahren.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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