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Kanadier tötet IS-Kämpfer Scharfschütze trifft aus 3,5 Kilometern

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Ein kanadischer Soldat bei einer Anti-Terror-Übung.

REUTERS

Ein kanadischer Elitesoldat erschießt einen IS-Kämpfer aus mehr als 3500 Metern Entfernung. Nach Angaben der Armee verhindert er damit einen Angriff der Terrormiliz auf eine irakische Einheit.

Ein Scharfschütze der kanadischen Streitkräfte hat im Irak einen IS-Kämpfer aus mehr als 3,5 Kilometern erschossen. Das teilte das kanadische Militär mit. Der bisherige Rekord für einen tödlichen Treffer eines Scharfschützen, aufgestellt von einem britischen Soldaten, lag bei knapp 2,5 Kilometern.

Der Soldat habe ein McMillan TAC-50-Scharfschützengewehr benutzt, hieß es weiter. Er habe von einer erhöhten Stellung aus auf einen IS-Kämpfer geschossen und so einen Angriff der Terrormiliz auf eine irakische Einheit unterbunden. Der Vorfall habe sich im vergangenen Monat ereignet. Um den Soldaten und die an den Kampfhandlungen beteiligten Koalitionspartner nicht zu gefährden, könnten keine Details zu dem Schützen und dem Ort des Gefechts enthüllt werden, teilte das Militär weiter mit.

Die Kommandoeinheit des Schützen, Joint Task Force 2, soll im Irak Anti-Terror-Einsätze, Scharfschützenoperationen und Geiselbefreiungen durchführen. Laut seinem Mandat setzt das kanadische Militär bis zu 207 Soldaten in dem Land hauptsächlich als Berater für das irakische Militär und die Peschmerga ein. Dabei dürfen die kanadischen Soldaten allerdings auch an der vordersten Front eingesetzt werden und etwa Ziele für Luftangriffe der Anti-IS-Koalition identifizieren.

Ein Treffer mit einem Gewehr unter den Einsatzbedingungen aus einer so großen Entfernung gilt als äußert schwierig, wenn nicht unmöglich. Jeder Windhauch kann die Kugel von der berechneten ballistischen Kurve abbringen. Zudem ist das Projektil mehrere Sekunden unterwegs, was Treffer auf bewegliche Ziele nahezu unmöglich macht.

Quelle: n-tv.de, mbo

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