Politik

"Ganz, ganz dramatische Zeit" Scholz rechnet mit weiterer Eskalation in Ukraine

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Kanzler Scholz kündigte an, den bereits beschlossenen Sanktionspaketen gegen Russland würden weitere folgen.

(Foto: REUTERS)

Die derzeitigen Truppenbewegungen Russlands in der Ukraine betrachtet Bundeskanzler Scholz mit Sorge. Er rechnet damit, dass sich die Situation in dem Kriegsgebiet noch weiter zuspitzen wird. Präsident Putin fordert er auf, "unverzüglich alle Kampfhandlungen einzustellen".

Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet eine weitere Eskalation des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. "Die Ukraine kämpft buchstäblich um das Überleben", sagte Scholz in Berlin. "Wir dürfen uns nichts vormachen: Das wird jetzt noch eine ganz, ganz dramatische Zeit werden", sagte er - und fügte hinzu: Die Bilder von Opfern und Zerstörungen, die bislang schon bekannt geworden sind, "werden nur ein Anfang sein von dem, was wahrscheinlich noch kommt".

Man müsse sich jetzt darauf konzentrieren zu verhindern, dass dies so weitergehe. "Aus meiner Sicht ist das das, was wir machen müssen", sagte Scholz mit Blick auf die Frage, was jetzt zu tun sei. Der Kanzler kündigte an, den bereits beschlossenen Sanktionspaketen würden weitere folgen.

Vom russischen Präsidenten Wladimir Putin forderte der Sozialdemokrat erneut einen sofortigen Stopp des Angriffs. Er fordere ihn auf, "unverzüglich alle Kampfhandlungen einzustellen, die russischen Truppen nach Russland abzuziehen und zum Dialog zurückzukehren", sagte Scholz nach einem Gespräch mit Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. "Das Blutvergießen muss ein Ende haben. Wladimir Putin vergeht sich am ukrainischen Volk." Die heute gemeldeten russischen Truppenbewegungen seien sehr umfassend, so der Kanzler weiter.

"Putins Krieg gegen die Ukraine ist eine Zäsur", sagte Bettel. Er sei ein Krieg "gegen die Freiheit, gegen die Werte, für die wir stehen". Bettel forderte Scholz und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron auf, dennoch weiter das Gespräch mit Putin zu suchen. Ziel müsse es nun sein, eine Waffenruhe zu erreichen. Denn es dürfe nie vergessen werden, "dass die Ukrainer jeden Tag sterben, auseinander gerissen werden, verwundet werden", sagte der luxemburgische Regierungschef. Es sei deshalb eine "verdammte Pflicht" der Europäer, sich für die Ukraine einzusetzen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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