Politik

Schon wiederUS-Kampfjets fangen russische Aufklärungsflieger vor Alaska ab

05.03.2026, 09:39 Uhr
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Ein russisches Seeaufklärungsflugzeug TU-142 (oben) wird in der Nähe der Küste Alaskas abgefangen (Archivbild). (Foto: picture alliance/dpa/North American Aerospace Defense Command/AP)

Zwei russische Aufklärungsflugzeuge nähern sich dem nordamerikanischen Luftraum. USA und Kanada schicken Maschinen, um die Russen auf Kurs zu bringen. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Wegen des Eindringens russischer Aufklärungsflugzeuge in die Luftverteidigungszone in Nordamerika sind mehrere Maschinen des Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen. Im Luftraum vor dem US-Bundesstaat Alaska und vor Kanada seien zwei russische Seeaufklärer vom Typ TU-142 festgestellt und bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die Luftraumverteidigung (Norad) mit.

Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen. Nach Angaben von Norad, das die USA zusammen mit Kanada betreiben, waren an dem Einsatz mehrere Flugzeuge beteiligt: je zwei Kampfjets des US-Militärs vom Typ F-22 und F-35, vier Tankflugzeuge des Modells KC-135 sowie ein Awacs-Flugzeug zur Luftraumaufklärung vom Typ E-3 sowie zwei kanadische Kampfjets vom Typ CF-18 und ein Tankflugzeug CC-150.

Norad erklärte weiter, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen.

Zuletzt hatte es etwa im Februar einen Zwischenfall gegeben, bei dem zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug abgefangen worden waren.

Die Luftverteidigungszone liegt vor dem Luftraum eines Staates: Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern bildet gewissermaßen eine Pufferzone. Dort müssen sich alle Flugzeuge identifizieren und ihre Koordinaten bekannt geben. Dies diene der Gewährleistung der nationalen Sicherheit, heißt es bei Norad.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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