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Was war sein Motiv? Schütze gesteht Angriff auf Osloer Moschee

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Anfangs hatte der mutmaßliche Täter alle Angaben von sich gewiesen.

(Foto: AP)

In Oslo dringt ein 21-Jähriger schwerbewaffnet in eine Moschee ein und schießt um sich. Innerhalb eines vierstündigen Verhörs verrät der mutmaßliche Täter nun Details zu der Tat - und gesteht so seine Schuld. Auch zum Tod der Stiefschwester des Mannes gibt es Neuigkeiten.

Eine Woche nach dem Angriff auf eine Moschee bei Oslo hat der 21 Jahre alte Tatverdächtige die Attacke zugegeben. Er habe sich aber nicht förmlich schuldig zu den Vorwürfen des Terrorismus und Mordes bekannt, teilte Staatsanwalt Pal-Fredrik Hjort Kraby mit. Der Verdächtige habe während der mehr als vierstündigen Vernehmung einen wichtigen Beitrag zu den laufenden Ermittlungen geliefert. Details etwa zum Motiv des Mannes werde er aber nicht kommentieren, sagte Kraby vor Reportern. Vor Gericht hatte der Mann nach Angaben seiner Verteidigerin Unni Fries zuerst die Anschuldigungen von sich gewiesen und eine Freilassung gefordert.

Der gebürtige Norweger war mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnet in die Al-Noor-Moschee in Baerum eingedrungen. In dem fast leeren Gotteshaus gab er mehrere Schüsse ab, wurde aber von einem 65-Jährigen überwältigt. Schwerer verletzt wurde dort niemand. In der Wohnung des Angreifers fand die Polizei später die Leiche der 17-jährigen Stiefschwester des Mannes. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb auch Mord vor. "Möglicherweise wusste die Frau, was er vorhatte und wollte ihn daran hindern", sagte Kraby dem Sender NRK.

Die Ermittler gehen bei dem Angriff auf die Moschee unter anderem aufgrund der Online-Aktivitäten des Mannes von einem rechtsextremen Motiv aus. Berichten norwegischer Medien zufolge soll er sich kurz vor der Tat online lobend über den Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch geäußert haben, bei dem ein Rechtsextremist im März 51 Menschen erschossen und weitere 50 verletzt hatte.  Auch zu den Schüssen im texanischen El Paso mit 22 Toten Anfang des Monats soll er seine Unterstützung geäußert haben.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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