Politik

Kampf gegen Rechts Schulz: Auf groben Klotz gehört grober Keil

Nach seinem Rücktritt als SPD-Chef ist es ruhig geworden um Martin Schulz. Im Bundestag zeigt er nun klare Kante und attackiert AfD-Chef Gauland und wirft ihm die Verwendung von "Mitteln des Faschismus" vor. Gleichzeitig appelliert er an die SPD.

Nach seiner viel beachteten Brandrede gegen AfD-Chef Alexander Gauland im Bundestag hat der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz seine Partei zum kompromisslosen Kampf gegen Rechts aufgerufen. "Ich werde innerhalb der Bundestagsfraktion und in der SPD meinen Beitrag dazu leisten, dass sichtbar wird, dass die SPD das Bollwerk der Demokratie in diesem Lande ist", sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Schulz verteidigte, dass er gesagt hatte, Gauland gehöre auf den Misthaufen der deutschen Geschichte. Er glaube, dass die rassistische Rhetorik der AfD "mit zum Übelsten gehört, was es in der deutschen Geschichte gegeben hat", sagte Schulz. "Auf einen groben Klotz muss man auch mal einen groben Keil setzen."

Schulz hatte im Bundestag um das Wort gebeten und zu Gauland gesagt, er bediene die tradierten "Mittel des Faschismus", wenn er den Eindruck erwecke, die Migranten seien an allem Schuld. "Eine ähnliche Diktion hat es in diesem Hause schon einmal gegeben", kritisierte Schulz mit Blick auf den Nationalsozialismus. Es sei höchste Zeit, "dass sich die Demokraten in diesem Lande gegen diese Form der rhetorischen Aufrüstung, die am Ende zu einer Enthemmung führt, deren Resultat Gewalt auf den Straßen ist", wehrten.

Schulz war nach der Bildung der Großen Koalition nach innerparteilichem Druck als SPD-Chef zurückgetreten, hatte auch auf das Amt des Außenministers verzichtet und ist nun einfacher Abgeordneter.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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