Politik

Ehemalige Sowjet-Republiken Schusswechsel an Grenze Tadschikistans und Kirgisistans

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Kirgisische Truppen bewachen die Grenze zu Tadschikistan.

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Kurz nachdem der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien erneut entflammt, kommt es auch an der Grenze zwischen Tadschikistan und Kirgisistan zu einem Schusswechsel. Allen Staaten gemein ist, dass sie ehemalige Sowjetrepubliken sind. Russlands Schwäche im Ukraine-Krieg könnte eine Rolle spielen.

An der Grenze zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan und Kirgisistan ist es zu Schusswechseln gekommen. Das teilten Vertreter beider Länder mit.

Der kirgisische Grenzschutz warf tadschikischen Sicherheitskräften vor, unzulässige Stellungen entlang der Grenze bezogen zu haben. Die tadschikische Seite erklärte, kirgisische Grenzschützer hätten grundlos ihre Posten beschossen. Berichte über Opfer gab es von keiner Seite. An der Grenze zwischen den beiden jeweils mit Russland verbündeten Ländern ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten gekommen. Die jüngste Auseinandersetzung erscheint jedoch angesichts der aktuellen Entwicklung in einem neuen Licht.

Konflikt um Bergkarabach bricht wieder aus

Erst am Dienstag war mitten im Ukraine-Krieg der jahrzehntelange Konflikt zwischen dem Russland-Verbündeten Armenien und dem Nachbarland Aserbaidschan wieder in Gewalt umgeschlagen. Auf beiden Seiten wurden Dutzende Soldaten getötet. Am Mittwochmorgen gab es neue Zusammenstöße, wie das armenische Verteidigungsministerium meldete. Aserbaidschan habe dabei auch Artillerie eingesetzt. Die Lage bleibe angespannt, erklärte das Ministerium und bekräftigte die armenische Darstellung, dass Aserbaidschan einen Angriff auf armenisches Gebiet gestartet habe. Von Aserbaidschan war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken streiten seit Jahrzehnten um das mehrheitlich von Armeniern bewohnte Kaukasusgebiet Bergkarabach. Völkerrechtlich gehört es zu Aserbaidschan, von dem es sich aber 1991 losgesagt hatte. Der Konflikt war 2020 in einem Krieg eskaliert, der nach sechs Wochen mit einer von Russland vermittelten Waffenruhe beendet wurde. Als Teil der Vereinbarung schickte Moskau anschließend Tausende Soldaten in die Region, um den Frieden zu überwachen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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