Politik

Nach Razzien in Rhein-Main-Raum Sechs Terrorverdächtige sitzen in U-Haft

82161644.jpg

SEK-Beamte bei einer Übung.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Hessen und Rheinland-Pfalz werden vergangene Woche elf Menschen festgenommen, die einen islamistischen Anschlag geplant haben sollen. Nun erlässt ein Richter gegen einige von ihnen Haftbefehl, andere kommen jedoch wieder auf freien Fuß.

Nach der Antiterrorrazzia vom Freitag in Hessen und Rheinland-Pfalz sitzen sechs der zunächst festgenommenen elf Verdächtigen in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen die sechs Beschuldigten, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main sagte. Ihnen wird Terrorismusfinanzierung und das Verabreden zu einem Verbrechen zur Last gelegt. Die übrigen fünf vorläufig Festgenommen wurden demnach nicht dem Haftrichter vorgeführt und befinden sich wieder auf freiem Fuß.

Mit der Razzia durchkreuzten die Sicherheitsbehörden offenbar Vorbereitungen für einen islamistischen Anschlag. Bei den Hauptbeschuldigten handelt es sich um einen 21-Jährigen aus Offenbach und zwei 31-jährige Brüder aus Wiesbaden, die der salafistischen Szene im Rhein-Main-Gebiet angehören sollen.

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen gemeinsam verabredet haben, einen "islamistisch-terroristisch motivierten Anschlag" zu verüben und dabei so viele "Ungläubige" wie möglich zu töten. Zur Vorbereitung des Anschlags sollen sie bereits Kontakt zu verschiedenen Waffenhändlern aufgenommen, ein größeres Fahrzeug angemietet und Vermögenswerte gesammelt haben, um diese für den Ankauf von Schusswaffen und die Begehung der geplanten Morde zu verwenden.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP