Politik

Songtext über Ivanka-Entführung Secret Service soll Eminem befragt haben

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2017 widmete sich Eminem in "Framed" der Präsidententochter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rapper Eminem ist kein Fan von US-Präsident Donald Trump, das ist kein Geheimnis. Weil er in einem Lied aber darüber fantasierte, dessen Tochter Ivanka in einem Teich zu versenken, wurde er offenbar vom Secret Service befragt. Das liefert Stoff für neue Songtexte.

Der Secret Service hat US-Rapper Eminem einem Medienbericht zufolge wegen vermeintlicher Drohungen gegen US-Präsident Donald Trump und seine Tochter Ivanka befragt. Das geht aus Behördenunterlagen hervor, die das Internetportal "Buzzfeed" veröffentlichte. Eminem hatte 2017 im Song "Framed" darüber fantasiert, Ivanka Trump zu entführen und in einem Teich zu versenken. In anderen Songs griff er Donald Trump an.

Mitarbeiter des Secret Service, der für den Schutz des US-Präsidenten und seiner Familie zuständig ist, luden den 47-jährigen Musiker demnach Anfang 2018 vor, nachdem ein Mitarbeiter des Promiportals "TMZ" die Behörden auf den Songtext hingewiesen hatte. Der "besorgte Bürger" habe angefragt, ob der Secret Service diesbezüglich Ermittlungen einleiten werde. Nur Stunden zuvor hatte "TMZ" einen Artikel über die Trump-kritischen Songtexte des Rappers veröffentlicht.

Eminem rappte bei Befragung mit

Aus den 40-seitigen Ermittlungsakten, die "Buzzfeed" vorlegte, geht hervor, dass der Secret Service Eminem wegen "unangebrachten Verhaltens" verdächtigte. Er bedrohe "die Schutzperson", in diesem Fall Ivanka Trump. Es sei zudem nicht das erste Mal, dass der Rapper Drohungen gegenüber der Präsidentenfamilie äußere. So hatte Eminem in einem Interview gesagt, Trump "bringe sein Blut zum Kochen".

Konkret ging es in der Befragung des Rappers am 16. Januar 2018 aber um die strittigen Textzeilen. Als die Mitarbeiter des Secret Service diese im Zuge des Interviews zitierten, begann Eminem den Unterlagen zufolge "mitzurappen, während der Interviewer die Zeilen vorlas".

Nach der Befragung entschied der Sicherheitsdienst, keine weiteren Ermittlungen gegen den 47-Jährigen anzustrengen. Für Eminem, der eigentlich Marshall Mathers heißt, hatte das Treffen dennoch ein Nachspiel: Er thematisierte die Begegnung mit den Sicherheitsmitarbeitern später in seinem Song "The Ringer".

Quelle: ntv.de, ftü/dpa

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