Politik

Womöglich über BelarusSelenskyj: Haben Putin Friedensvorschlag übermittelt

27.06.2026, 01:39 Uhr
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Bruessel-Belgien-18-06
Selenskyj will verhandeln. (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Russland kommt an der Front derzeit kaum voran, dennoch scheint sich Putin nicht von seinen Kriegszielen verabschieden zu wollen. Laut Präsident Selenskyj versucht die Ukraine weiter, Russland an den Verhandlungstisch zu bringen - dabei spielt mutmaßlich auch Belarus eine Rolle.

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt. "Die Freunde von (Kremlchef Wladimir) Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich sind", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nun müsse Russland den Schritt in Richtung Frieden gehen. Näher ins Detail ging er nicht.

Vor Kurzem hatte der Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko, über ein Treffen mit Abgesandten Selenskyjs berichtet. Lukaschenko ist außenpolitisch Putins engster Partner. Lukaschenko betonte in dem Zusammenhang, sein Land habe keine Angriffsabsichten. "Wir wollen nicht gegen die Ukrainer kämpfen", betonte der belarussische Staatschef laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta. Darüber habe er in der Vergangenheit auch mit Kremlchef Wladimir Putin geredet. "Unsere Position ist friedliebend", sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge. "Lasst uns verhandeln, Leute."

Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter US-Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt. Nach Beginn des von US-Präsident Donald Trump befohlenen Iran-Kriegs hat Washington seine Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg stark zurückgefahren.

Selenskyj lobte in seiner Rede den jüngsten Austausch von Kriegsgefangenen. Er erwarte weitere Austausche, sagte der Ukrainer und wiederholte auch die Forderung nach einem schnellen Kriegsende. Die Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland bezeichnete Selenskyj als gerechte Antwort auf den von Moskau entfachten Krieg. Kiew hat in den letzten Monaten verstärkt auf Drohnenangriffe gegen die Ölindustrie des Nachbarlandes gesetzt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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