Politik

Unterstützung aus dem Westen Selenskyj erwartet neue Waffenlieferungen

Um die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen, sagen mehrere westliche Verbündete ihre Hilfe zu. "Waffen und Ausrüstung unserer Partner sind auf dem Weg", verkündet der ukrainische Präsident Selenskyj. Zuvor verbreitete Gerüchte über eine Kapitulation räumt er damit aus dem Weg.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat neue Waffenlieferungen seiner westlichen Partner angekündigt. Der Morgen habe mit neuen diplomatischen Bemühungen begonnen, schrieb er auf Twitter. "Waffen und Ausrüstung unserer Partner sind auf dem Weg in die Ukraine. Die Anti-Kriegs-Koalition funktioniert", schrieb Selenskyj weiter. Zuvor habe er mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen.

Auch die Niederlande werden die Ukraine unterstützen und 200 Stinger Flugabwehrraketen an das Land liefern. Das teilte die Regierung dem Parlament in Den Haag mit. Die Regierung reagiere damit auf ein Ersuchen der Ukraine. Die sogenannten Stinger-Raketen können zum Beispiel Flugzeuge und Helikopter treffen. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Niederlande der Lieferung von Waffen und militärischen Gütern zugestimmt. Dazu gehörten 100 Scharfschützengewehre mit 30.000 Stück Munition sowie Radargeräte und Minen-Detektoren.

Ein Teil davon sei bereits verschickt worden, der Rest solle so schnell wie möglich folgen, hieß es. Die Niederlande hätten allerdings ebenso wie auch andere Verbündete "logistische" Probleme.

Tschechien kündigte an, Waffen und Munition im Wert von 7,6 Millionen Euro an die Ukraine zu liefern. Dabei handele es sich um Maschinengewehre, Sturmgewehre und andere leichte Waffen.

Vorbereitungen in Frankreich

Nach Einschätzung Macrons wird der Krieg in der Ukraine "andauern". "Wir müssen uns darauf vorbereiten", warnte der französische Staatschef bei der Eröffnung der Internationalen Landwirtschaftsmesse in Paris. Seine Regierung arbeite deshalb bereits an einem Plan, um die wirtschaftlichen Folgen für französische Unternehmen abzufedern, sagte er vor Leitern der Agrarverbände. Aufgrund der Krise wurde Macrons Besuch auf der Messe stark verkürzt.

Frankreich ist Russlands neuntgrößter Lieferant von Lebensmitteln und Getränken. Nach Angaben des Verbands der französischen Agrarindustrie Ania haben die Exporte einen Umfang von rund 780 Millionen Euro pro Jahr. Mehrere französische Konzerne sind darüber hinaus in der Ukraine tätig, dort vor allem in den Bereichen Milchwirtschaft, Getreide und Saatgut.

Quelle: ntv.de, lno/AFP/dpa/rts

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