Politik

"Es wird so viele Drohnen geben"Selenskyj warnt Airlines vor Flügen über Russland

01.09.2026, 22:23 Uhr
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Ein Angehöriger des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR bereitet eine Langstreckendrohne vom Typ An-196 vor. (Foto: picture alliance / AP Photo/Efrem Lukatsky)

Vergangene Woche fordert Selenskyj den Einsatz von täglich 1000 Langstreckendrohnen gegen Russland. Nun rät der ukrainische Präsident, den Luftraum des Landes zu meiden. Es werden dort einfach zu viele Drohnen unterwegs sein, prophezeit er.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. "Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei jedoch nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. "Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss", erklärte der Staatschef. Der russische Luftraum werde "faktisch" geschlossen.

Erst vergangene Woche hatte Selenskyj den Einsatz von bis zu 1000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht. "Die Aufgabe lautet: täglich 1000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus - das muss mehr werden", so Selenskyj in seiner Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.

Selenskyj bestätigte zudem Medienberichte, wonach die USA für vergangene Woche Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um eine Unterbrechung von Angriffen auf Moskau und St. Petersburg gebeten haben. CIA-Chef John Ratcliffe reiste in der Zeit unangekündigt nach Moskau. Zudem ersuchte ein weiterer Staat laut Selenskyj um eine Pause für Angriffe auf Wladiwostok. In der russischen Großstadt am Pazifik findet von heute bis Freitag ein Wirtschaftsforum mit internationalen Gästen und einem Auftritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin statt. Ukrainische Angriffe sind in der über 6000 Kilometer von der Ukraine entfernten Region des Fernen Ostens bisher nicht erfolgt.

Die Ukraine greift in ihrem Abwehrkampf immer wieder mit Drohnen auch weit entfernte Ziele im russischen Hinterland an. Mit den Schlägen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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