Politik

"Krise zeigt, wem vertraut wird" Söder: K-Frage wird wohl im Januar geklärt

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CSU-Chef Söder ist momentan nach der Kanzlerin der beliebteste Politiker.

(Foto: picture alliance/dpa)

Welche Chancen sich CSU-Chef Söder auf die Kanzlerkandidatur ausmalt, bleibt vorerst Spekulation. Seine Umfragewerte jedenfalls sind beeindruckend. Söder kann es sich deshalb leisten, abzuwarten, wen die CDU im Dezember zum Vorsitzenden wählt.

CSU-Chef Markus Söder rechnet für Januar mit einer Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union. "Die Frage, wer als Kanzlerkandidat antritt, wird voraussichtlich erst im Januar entschieden. Im Dezember wählt die CDU einen neuen Vorsitzenden. Das muss man abwarten", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Welt am Sonntag". "Wer weiß, was bis dahin noch alles passiert."

Auf die Frage, ob Kanzlerin Angela Merkel von der CDU angesichts der derzeit guten Umfragewerte der Union weitermachen solle, antwortete Söder: "Die Kanzlerin führt unser Land sehr gut durch diese Krise. Alles andere entscheidet sie für sich selbst." Dann fügte er mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu: "Die Krise zeigt, wem die Deutschen in schwierigen Zeiten vertrauen. Das ist eine hohe Verantwortung."

Söders Umfragewerte und auch die seiner Partei sind derzeit ausgesprochen gut. Laut RTL/ntv Trendbarometer trauen 48 Prozent der Befragten der CDU/CSU zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Im ZDF-Politbarometer ist Söder der zweitbeliebteste Politiker nach Merkel. Unter den Unionsanwärtern auf die Kanzlerkandidatur schnitt er im ARD-Deutschlandtrend vor drei Wochen sowohl bei allen Befragten als auch bei den Unionsanhängern am besten ab. Um den CDU-Vorsitz - und damit indirekt auch die Kandidatur - bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa