Politik

"Leider spüren wir das" Söder beklagt "Bayern-Bashing" durch Ampel-Koalition

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"Wir als CSU sind die einzigen, die sich für den Freistaat Bayern in Berlin einsetzen", sagt Söder.

(Foto: IMAGO/aal.photo)

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Der Freistaat Bayern soll im bundespolitischen Berlin kein gutes Standing genießen - so sieht es zumindest Ministerpräsident Söder. Spürbar sei die Benachteiligung laut Söder an gekürzten Zuschüssen und abgesagten Terminen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine gegen Bayern gerichtete Stimmung in der Bundesregierung beklagt. "Wir versuchen, konstruktiv mit der neuen Bundesregierung zusammenzuarbeiten", sagte der CSU-Chef der "Bild"-Zeitung mit Hinweis auf den G7-Gipfel in Elmau, der Ende Juni stattgefunden hatte. "Leider spüren wir aber in Berlin eine Anti-Bayern-Stimmung, manchmal sogar ein Bayern-Bashing", kritisierte Söder. "Man hat den Eindruck, der ein oder andere Ampel-Koalitionär summt das Lied 'Zieht den Bayern die Lederhosen aus'".

Spürbar sei die Benachteiligung laut Söder an gekürzten Zuschüssen und abgesagten Terminen. Die Ampel-Parteien in Bayern würden noch tatenlos zusehen und sogar Beifall klatschen, sagte Söder im Interview mit der Zeitung. "Wir als CSU sind daher die einzigen, die sich für den Freistaat Bayern in Berlin einsetzen."

Zuletzt hatte es für Söder ordentlich Gegenwind gegeben, nachdem er die Frage der Nutzung heimischer Gasreserven aufgeworfen und von "umweltverträglichen Fracking-Methoden" sprach. In Deutschland ist Fracking allerdings verboten.

Söder zeigte sich mit Blick auf den Herbst und die hohen Energiepreise "sehr besorgt". "Es droht ein kalter Winter und eine Verarmung der Mittelschicht und der Normalverdiener." Die Ampelkoalition habe leider kein richtiges Konzept, um das Land zu schützen. Söder forderte massive Steuersenkungen auf Energie und Lebensmittel sowie einen Ausgleich erhöhter Kosten. Stattdessen würden die Gaspreise erhöht. Der Bund müsse mit Rettungsschirmen bedürftigen Firmen und Stadtwerken helfen.

Söder will keine "keine Fix-und-Foxi-Lösung"

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In der Debatte über längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sagte Söder, es dürfe "keine Fix-und-Foxi-Lösung" geben, die nur zwei Monate gelte. "Der Chef der Bundesnetzagentur hat gesagt, der nächste Winter würde mindestens genauso gefährlich wie der kommende. Daraus ergibt sich eine neue Laufzeit bis 2024."

Im Zuge der Debatte wetterte Söder auch gleich gegen die Grünen: "Die wehren sich mit Unwahrheiten. Erst hieß es, es ginge nicht und sei unsicher", so Söder. Das habe der TÜV widerlegt. "Jetzt heißt es, Bayern hätte zu wenig erneuerbare Energien. Das ist eine glatte Lüge. Wir liegen bei installierter Leistung der Erneuerbaren auf Platz 1 in Deutschland."

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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