Politik

"Keine Berliner Verhältnisse" Söder gibt Koalition Schuld an CSU-Misere

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"Ich will keine Berliner Verhältnisse im Bayerischen Landtag", sagte Söder.

dpa

Mit den Umfragewerten der CSU in Bayern geht es bergab und Ministerpräsident Söder hat schon einen Schuldigen ausgemacht: die Große Koalition in Berlin. Deren interne Streitigkeiten schlügen auf die Stimmung der Wähler. Söder warnt vor einem "Denkzettel".

Angesichts sinkender CSU-Umfragewerte rund zehn Tage vor der bayerischen Landtagswahl geht Ministerpräsident Markus Söder auf Distanz zur Berliner Regierungskoalition. "Das sind alles Zahlen, die unglaublich geprägt werden durch Berliner Politik", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung . Söder warnte davor, dass die Landtagswahl zu einem "Denkzettel für Berlin" werde. "Ich will keine Berliner Verhältnisse im Bayerischen Landtag", sagte Söder.

Der Ministerpräsident kritisierte die Arbeit der Großen Koalition. "Interner Streit schadet immer - egal, von wem er kommt. Ich gebe zu, in Berlin kann es noch besser werden." Söder forderte die Koalition in Berlin zur Kompromissfindung auf: "Wenn sich Ego First weiter durchsetzt, führt das zur Unregierbarkeit."

Außerdem sprach sich Söder klar gegen jede Zusammenarbeit mit der AfD aus: "Da gibt es null Zusammenarbeit. Null denkbares Miteinander. Für Bayern kann ich das garantieren." Die AfD sei "gefährlich".

Vor den Landtagswahlen in Bayern ist die CSU einer Umfrage zufolge auf ein Rekordtief abgesackt. Sie käme in der Sonntagsfrage auf 33 Prozent (minus zwei Prozentpunkte im Vergleich zum BayernTrend im September). Bei der Landtagswahl 2013 hatte sie noch 47,7 Prozent geholt. Sie verlöre damit die absolute Mehrheit in Bayern.

Quelle: n-tv.de, kst/rts

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