Politik

Kann auch im März sein Söder will Kandidatenkür erst später

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Söder will erst im März die Kür eines Unionskandidaten für die Bundestagswahl.

(Foto: imago images/Sammy Minkoff)

Der Generalsekretär hat den Weg bereitet, nun zieht der CSU-Chef nach. Die Christsozialen wollen sich gemeinsam mit der großen Schwester CDU später als bislang geplant festlegen, mit wem sie in den Bundestagswahlkampf ziehen. Sich selbst sieht Söder weiterhin nicht in dieser Rolle.

Bayerns Regierungschef Markus Söder plädiert für eine Verschiebung der gemeinsamen Kür eines Kanzlerkandidaten von CDU und CSU. "Wir werden uns nach dem CDU-Parteitag einen Zeitpunkt für die Festlegung des Kanzlerkandidaten überlegen", sagte der CSU-Chef der "Bild am Sonntag". Das müsse nicht unbedingt der Januar sein, "das kann auch erst im März 2021 stattfinden", sagte er weiter.

Ein zu langer Wahlkampf neben einer aktiven Kanzlerin sei wenig sinnvoll. Natürlich freue es ihn, dass man ihm laut Umfragen auch andere Aufgaben zutraue. "Aber meine Aufgabe ist in Bayern", sagte Söder. Aktuelle Umfragen sehen Söder als Favorit der Bundesbürger bei der Frage, wer im kommenden Jahr als Kanzlerkandidat für die Union antreten soll.

Zuvor hatte bereits CSU-Generalsekretär Markus Blume erklärt, die CSU wolle die Frage der Kanzlerkandidatur erst mit deutlichem Abstand zu den Parteitagen der Unionsparteien klären. "Zu einem deutlich späteren Zeitpunkt werden wir dann darüber befinden, mit welcher Aufstellung wir in den Bundestagswahlkampf ziehen", hatte er erklärt und auf die Corona-Krise verwiesen. "Corona ist nicht vorbei, wir werden durch einen schwierigen Herbst und Winter gehen. Die eigentliche Farce wäre, wenn wir uns zur Unzeit Gedanken machen würden über eine Aufstellung, die erst im Herbst des nächsten Jahres zur Abstimmung steht."

Um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer bewerben sich derzeit der ehemalige Fraktionschef Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen sowie das Gespann aus Gesundheitsminister Jens Spahn und NRW-Regierungschef Armin Laschet. Die Entscheidung wird auf dem CDU-Parteitag im Dezember in Stuttgart fallen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa