Politik

Nach Umfragetief der Union Söder will Wahlkampf im "Red-Bull-Modus"

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Sonst ein Fan von Cola light: Markus Söder.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Nach dem Absturz der Union in Sachen Bevölkerungszuspruch will CSU-Chef Söder beiden Parteien im Wahlkampf wieder Flügel verleihen. Der bayerische Ministerpräsident wirbt dabei um eine angriffslustigere Politik.

CSU-Chef Markus Söder fordert nach den jüngsten Affären und Skandalen von der Union wieder eine angriffslustigere politische Arbeit. "Wir müssen aus dem Kamillentee-Modus raus und müssen wieder in den Red-Bull-Modus kommen", sagte er nach Angaben von Teilnehmern in einer Schalte des CSU-Vorstands. Dem Vernehmen nach bezog sich Söders Aussage sowohl auf die allgemeine Lage der Union als auch auf den anstehenden Bundestagswahlkampf.

Die Union muss derzeit in Umfragen einen stetig sinkenden Zuspruch verbuchen. Während sie Mitte Februar noch bei 37 Prozent lag, sank die Zahl jüngst deutlich auf unter 30 Prozent. Ein Grund hierfür dürften die Verstrickungen mehrerer Unionspolitiker in dubiose Geschäfte beim Kauf von Corona-Schutzmasken sein. Als Konsequenz aus der Maskenaffäre und den Korruptionsermittlungen gegen Abgeordnete hatte Söder angekündigt, die Partei-Regeln für amtierende und künftige Mandatsträger zu verschärfen. Unter anderem soll es nun "volle Transparenz" bei Nebeneinkünften und Beteiligungen von Abgeordneten geben.

Söder gilt neben Armin Laschet als Favorit auf die Kanzlerkandidatur bei den Wahlen im Herbst. In der Kanzlerfrage des jüngsten Trendbarometers von RTL und ntv verliert der CDU-Vorsitzende Laschet allerdings deutlicher an Zuspruch: Sein Wert sinkt, wie der seiner Partei, um drei Prozentpunkte. Konkurrent Söder verliert einen Prozentpunkt und hat gegenüber allen derzeit denkbaren Konkurrenten den höchsten Zustimmungswert.

Gegen Grünen-Chef Robert Habeck und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz käme Söder auf 35 Prozent (minus 1). Für Habeck würden unverändert 20, für Scholz 16 Prozent (plus 1) votieren. Gegen die grüne Co-Vorsitzende Annalena Baerbock und Olaf Scholz käme Söder auf 37 Prozent. Baerbock und Scholz würden jeweils 16 Prozent erreichen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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