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Unterirdischer Kerker im Irak Soldaten befreien Hunderte aus IS-Gefängnis

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Ein Symbol für die teilweise Rückeroberung der Stadt Heet: Irakische Soldaten zeigen die abgenommene IS-Flagge.

(Foto: REUTERS)

Die irakische Armee erobert Teile der Stadt Heet von der Terrormiliz IS zurück. Als die Truppen weiter vorrücken, stoßen sie auf ein Gefängnis. Rund 1500 Menschen werden dort festgehalten.

Irakische Soldaten haben im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der Provinz Anbar Hunderte Gefangene aus einem unterirdischen Gefängnis befreit. Bei den meisten Gefangenen habe es sich um Zivilisten gehandelt, sagte ein örtlicher Behördenvertreter. Die Truppen waren in Heet auf das IS-Gefängnis gestoßen, als sie Teile der Stadt von den Islamisten zurückeroberten, wie ein Polizeioberst sagte.

In dem Gefängnis seien rund 1500 Menschen festgehalten worden. Ein weiterer Beamter bestätigte die Entdeckung des Gefängnisses. Die Stadt Heet liegt etwa 40 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstat Ramadi, die rund 100 Kilometer von Bagdad entfernt ist.

Der IS hatte die Region im Norden und Westen von Bagdad im Jahr 2014 unter seine Kontrolle gebracht. Inzwischen konnten die Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Einheiten jedoch größere Gebiete zurückerobern. Ein wichtiger Erfolg war auch die Eroberung Ramadis Ende des vergangenen Jahres. Teile der Stadt Heet werden aber weiter vom IS kontrolliert.

Quelle: ntv.de, hul/AFP