Politik

Gefährliche Gerüchte Spahn dementiert angeblichen "Lockdown"

Ein Polizist hält eine Kelle in den Händen. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv

Nein, eine Ausgangssperre ist nicht geplant.

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv)

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie greifen die Behörden in Deutschland bereits zu drastischen Maßnahmen. An Gerüchten, dass auch eine Art landesweite Ausgangssperre bevorstehe, ist jedoch nichts dran. Das Gesundheitsministerium reagiert nun auf entsprechende Falschnachrichten.

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise gewarnt. Ein Sprecher von Minister Jens Spahn bestätigte gegenüber ntv.de, dass an Gerüchten über einen angeblich bevorstehenden "Lockdown" absolut nichts dran sei. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium auch auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

In den Sozialen Netzwerken und darüber hinaus kursierten Gerüchte, die Bundesregierung stehe kurz davor einen "Lockdown", eine Art allgemeine Ausgangssperre, über Deutschland zu verhängen, wie dies etwa in Italien geschehen ist. Teilweise wurde die Falschnachricht sogar mit konkreten Uhrzeiten für eine angeblich geplante Pressekonferenz verbreitet. In Deutschland fallen die meisten möglichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, wie das Verbot von Veranstaltungen oder Einschränkungen des Schuldbetriebs nicht in die Zuständigkeit der Bundesregierung, sondern der Länder und Kommunen. 

Ein Sprecherin äußerte sich auch zur Aussage von Minister Jens Spahn, wonach sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz selbst für zwei Wochen in Quarantäne begeben sollten. Dabei handele es sich um eine Empfehlung, erklärte eine Sprecherin. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", hatten Spahn und sein Ministerium am Freitagabend jeweils auf Twitter geschrieben. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Quelle: ntv.de, mbo/dpa