Politik

Erkenntnisse von Sicherheitsbehörden Steckt Russland hinter IS-Cyberattacken?

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Im April erfolgte der Angriff auf den Sender TV5.

(Foto: imago/PanoramiC)

Der Krieg des IS spielt sich nicht nur im Nahen Osten und in Nordafrika ab, sondern auch im Internet. Nur: Ist die Terrormiliz überhaupt zu Cyberangriffen in der Lage? Laut einem Bericht steckt jemand ganz anderes dahinter.

Cyberattacken im Namen des sogenannten "Islamischen Staates" werden einem Bericht des "Spiegel" zufolge vermutlich von russischen Hackern verübt. Der IS sei nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden bislang nicht in der Lage, komplexe Spionage- oder Sabotageangriffe im Netz zu starten, berichtete das Magazin. Etliche Indizien sprächen dafür, dass die Angriffe von Hackern des Kreml verübt worden seien.

Dieser Verdacht war auch im April 2015 aufgekommen. Nach dem großangelegten Hackerangriff auf den französischsprachigen Fernsehsender TV5 Monde richteten sich die Ermittlungen schnell gegen eine Gruppe russischer Hacker. Diese hatte es französischen Medienberichten zufolge in der Vergangenheit auch auf die Informationssysteme des Weißen Hauses, von Nato-Mitgliedern sowie von russischen Dissidenten und ukrainischen Aktivisten abgesehen.

Laut "Spiegel" könnten auch Angriffe auf das Zentralkommando der US-Streitkräfte Anfang 2015, auf das US-Außenministerium und saudiarabische Sicherheitsbehörden in diesem Frühjahr tatsächlich im russischen Auftrag erfolgt sein. Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass die drei russischen Geheimdienste insgesamt mehr als 4000 "Cyber-Agenten" befehligen.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

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